Bis zu 2,40 m groß
Massenhaftes Fische-Sterben in den Donau-Auen
16.02.2026Im Nationalpark Donau-Auen sind in den vergangenen Tagen mehrere Hundert tote Fische entdeckt worden.
Betroffen ist ein Altarm im Bereich des Schönauer Wassers. Nach Angaben von Anglern und Anrainern wurden mehr als 650 verendete Tiere gezählt. Unter den Kadavern befinden sich vor allem Silberkarpfen, daneben auch Welse und Barsche. Einzelne Exemplare sollen außergewöhnliche Größen erreicht haben – laut Berichten bis zu 2,40 Meter Länge. Aufgrund des Gewichts und der Größe der Tiere mussten für die Bergung teilweise schwere Geräte eingesetzt werden. Ein Teil der Kadaver wurde bereits entfernt, weitere könnten sich noch unter Eisflächen befinden.
Gründe für Tiersterben
Als Hauptursachen werden der extrem niedrige Wasserstand und anhaltender Frost genannt. Der Großteil der betroffenen Gewässerzüge war seit November nahezu ausgetrocknet. In Kombination mit strengem Frost bildete sich eine dicke Eisdecke, wodurch kaum noch Sauerstoff ins Wasser gelangen konnte. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel führte letztlich zum Ersticken der Tiere.
Das Phänomen ist in den flachen Gewässern der Lobau grundsätzlich bekannt, wird jedoch als vermeidbar eingestuft. Kritik kommt von Naturschützern und dem Lobaumuseum. Sie verweisen darauf, dass das Sterben durch aktive Maßnahmen – insbesondere durch die seit Langem geplante Dotation der Lobau mit Donauwasser – hätte verhindert oder zumindest abgeschwächt werden können.