Armin Wolf und Co.
Millionen-Betrug mit Promi-Fake-News aufgedeckt
29.04.2026Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt haben gemeinsam mit albanischen Behörden einen millionenschweren, internationalen Internetbetrug mit Promi-Fake-News aufgedeckt.
Wie die Behörden am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt gaben, wurden die Opfer - darunter auch zahlreiche Österreicher - mit diesen falschen Informationen zu Investitionen in Kryptowährungen gebracht. Drei Callcenter in Albanien wurden ausgehoben.
In dem Bürogebäude in Tirana gab es rund 450 Arbeitsplätze. Bei dem Zugriff befanden sich rund 80 Personen, die gerade dabei waren, ihre Opfer zu Zahlungen zu überreden. Einigen gelang durch versteckte Türen die Flucht. Zehn Personen wurden festgenommen, andere auf freiem Fuß angezeigt. Ermittelt wird wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges und wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Zwei Jahre lang ermittelt
Die Aktion erfolgte mit Unterstützung von Europol und Eurojust. Die Ermittlungen, die von Österreich ausgingen, dauerten zwei Jahre. Im Jahr 2023 kam es hierzulande nämlich zu einer Häufung von Anzeigen. Der Schaden beträgt mindestens 50 Millionen Euro, Ermittler gehen aber von weit mehr aus. 900.000 Euro konnten noch sichergestellt werden. Für den Betrug wurden die Identitäten von bekannten Persönlichkeiten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder die ORF-Moderatoren Armin Wolf und Nadja Bernhard benutzt, die auf gefälschten Fotos oder Fake-Videos diese Investitionen bewarben. Aber auch Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer, Fußballprofi David Alaba, Ex-Skistar Hermann Maier, TV-Moderatoren Armin Assinger und Mirjam Weichselbraun sowie Kabarettist und "Willkommen Österreich"-Host Christoph Grissemann waren darauf zu sehen.
Die Betrugsopfer sind größtenteils in Europa zu finden, neben Österreich auch in Deutschland, Italien, Griechenland, Spanien, Großbritannien und Kanada. In Österreich gab es rund 150 Opfer mit einem Schaden von 26 Millionen Euro. Einstiegswert für die Investitionen war 250 Euro, allerdings gab es auch Opfer, die ihre gesamten Ersparnisse im Millionenwert investierten.