Ermittlungen

Mord-Rätsel um diese Frau

09.10.2012

Die Polizei bitte bei der Donau-Leiche von Tulln um Mithilfe.

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Die Identität der Toten aus der Donau-Au ist noch immer nicht geklärt. Deswegen veröffentlichte die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Dienstag ein Foto des Mordopfers sowie ein Bild des goldfarbenen Ringes, den die Frau an ihrem linken Ringfinger trug. „Wir erhoffen uns dadurch sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung“, sagt der Chefermittler vom Landeskriminalamt NÖ, Leopold Etz.

Fest steht bislang, dass die 30- bis 45-jährige Frau mit den schwarzen langen Haaren am Wochenende brutal erschlagen wurde. Die durchgeführte Obduktion am Montagabend ergab mehrere Verletzungen an der linken Schädelseite. Nur mit einem BH und einem Pyjamaoberteil bekleidet, wurde die Frau anschließend in ein blaues Spannleintuch gewickelt, mit einem Klebeband verschnürt und in das stehende Gewässer in der Au im Gemeindegebiet von Muckendorf in Tulln gelegt.

Die Polizei bittet um Hinweise zur Toten
Am Montagmorgen gegen elf Uhr hatte ein Hobbyfischer das Bündel entdeckt und seinen Bruder angerufen: „Ich glaube, hier liegt eine Leiche.“ Der Bruder alarmierte schließlich die Polizei. Die zog das verschnürte Stoffpaket an Land, öffnete es behutsam und fand die Tote. Noch am Abend ordnete die Staatsanwaltschaft Sankt Pölten eine Obduktion an.

„Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Dame nicht aus unserer Gemeinde stammt. Eine abgängige Frau wäre uns sofort auf­gefallen“, sagt Hermann Grüssinger, der Bürgermeister von Muckendorf.

Die Polizei bittet jetzt um Hinweise unter der Telefonnummer 059133-30-3333 oder an jede Polizeiinspektion.

»Der Fundort war ganz 
sicher nicht der Tatort«
ÖSTERREICH: Gibt es schon Hinweise zur Identität des Opfers?
Leopold Etz:
Nein, deswegen gehen wir ja jetzt auch mit dem Foto an die Öffentlichkeit. Bislang haben wir keine Anhaltspunkte, da die Frau weder Tätowierungen hatte noch irgendwelche Narben.

ÖSTERREICH: Ist der Fundort an der Donau-Au auch der Tatort?
Etz:
Nein, das ist sicher nicht der Tatort gewesen. Sie trug ein Pyjamaoberteil und war in einem Bettlaken eingewickelt, sie könnte also zu Hause in ihrem Schlafzimmer ermordet worden sein.

ÖSTERREICH: Sie trug keine Hose. War es ein Sexualverbrechen?
Etz:
Nein, das können wir ausschließen.

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