Bilanz
1 Jahr NÖ Gesundheitsplan 2040+: Landsleute wollen beste, nicht schnellste Versorgung
31.03.2026Vor einem Jahr wurde Niederösterreichs großer Gesundheitsplan vorgestellt - jetzt zeigt er erste Wirkung.
Der Gesundheitsplan 2040+ soll die medizinische Versorgung in Niederösterreich fit für die Zukunft machen - gegen Fachkräftemangel, Überalterung und steigende Kosten. Landesrat Anton Kasser (ÖVP) ist überzeugt: "Unsere Verantwortung reicht weit über das Jahr 2040 hinaus."
Was bereits passiert ist
Die Geburtshilfe wurde vom LK Klosterneuburg ins UK Tulln verlagert - und dadurch Platz für Kinder-HNO-Operationen geschaffen. Über 80 Kinder wurden bereits operiert, Wartezeiten sinken.
In vier neuen Klinikstandorten - Melk, Mödling, Klosterneuburg, Stockerau - gibt es jetzt Akutgeriatrie. Die Gesundheitsklinik Gmünd bekommt ein fixes Leistungspaket mit 24/7-Erstversorgung und Notarztstützpunkt. In Baden läuft die Erstversorgungsambulanz seit Jänner 2026 im Regelbetrieb.
Leistungsspektrum der NÖ Gesundheitsklinik Gmünd fix
Gut ein Jahr nach der Präsentation des Gesundheitsplans 2040+ konnte auch das finale Leistungsspektrum der Gesundheitsklinik Gmünd präsentiert werden. Die NÖ Gesundheitsklinik Gmünd gewährleistet künftig eine medizinische Versorgung rund um die Uhr. An sieben Tagen die Woche steht eine durchgehende Erstversorgung zur Verfügung, ergänzt durch eine erweiterte allgemeinmedizinische Basisversorgung und fachärztliche Versorgung. Zudem wird der Notarztstützpunkt mitsamt Hubschrauberlandeplatz zukünftig am Standort verortet. In Zeiten, in denen der Notarzt nicht im Einsatz ist, steht dieser somit zusätzlich für die Versorgung von Patienten zur Verfügung. Gmünd wird mit tagesambulanten Eingriffen in den Fächern Chriurgie, Augenheilkunde und Orthopädie/Traumatologie das tagesambulante Zentrum des Waldviertels. Ergänzt wird die neue Klinik durch ein Radiologiezentrum und auch ein Chronikerzentrum.
Laut NÖGUS seien dies die bisherigen Erfolge
- • Bessere Zusammenarbeit der einzelnen Standorte durch Schaffung von Klinikverbänden erreicht
- o Klinikverband Wiener Neustadt-Hochegg
- o Klinikverband Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn
- o Klinikverband Tulln-Klosterneuburg
- • Versorgungsqualität durch Bündelung von Leistungen erhöht
- o Bündelung der Geburtshilfe am UK Tulln
- o Bündelung der Geburtshilfe am LK Korneuburg
- • Onkologische Versorgung in der Thermenregion durch spezialisierte Ambulanz und Tagesklinik am LK Baden verbessert
- • Notaufnahme im LK Baden durch neue Erstversorgungsambulanz (EVA) entlastet
- • Neue Angebote für Akutgeriatrie und Remobilisation an vier Standorten (Melk, Mödling, Klosterneuburg und Stockerau) geschaffen
- • Wartezeiten durch Projekt „HNÖ hilft“ reduziert
- • Nachsorge für Menschen mit Herzinsuffizienz durch Pilotprojekt „HerzMobil“ verbessert
- • Areal der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Krems als Standort für neue Internationale Pflegeschule fixiert
Was die Niederösterreicher dazu sagen
Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IfDD) zeigt: 82 Prozent halten die Maßnahmen für notwendig. Und 89 Prozent würden lieber 30 Minuten länger fahren - wenn sie dafür beim Spezialisten landen. Die Botschaft ist klar: Die Leute wollen die beste Versorgung - nicht die nächstbeste.