Vor LWK-Wahl
Bauernbund fordert strengere Importregeln
06.03.2025ÖVP-Schmuckenschlager: "Ägyptische Kartoffeln vernichten unsere Produktion."
Am Sonntag steht in Niederösterreich die Landwirtschaftskammerwahl an, bei der fünf Parteien und Listen antreten werden. Von den 36 Mandaten gehen aktuell 33 an den Niederösterreichischen Bauernbund (ÖVP), die restlichen drei entfallen auf den Unabhängigen Bauernverband (UBV). Insgesamt gibt es 154.994 Wahlberechtigte in den Bezirken Mistelbach, Amstetten, Zwettl, Melk und St. Pölten.
Kurz vor der Wahl fordert der Bauernbund nun strengere Vorschriften für Importwaren. Gleichzeitig sprach sich ÖVP-Spitzenkandidat Johannes Schmuckenschlager - seines Zeichens amtierender Präsident der Landwirtschaftskammer - vehement gegen mögliche Erbschaftssteuern aus. "Wir brauchen Grund und Boden als Grundlage für unsere Wirtschaftsweise und brauchen keine zusätzlichen Belastungen", erklärte er im ORF. Dabei betonte er, dass die Arbeit der Bauern einen "wesentlichen Wert" für die Gesellschaft darstellt.
Zum Dauerbrenner-Thema Pflanzenschutz meinte er, dass die Versorgungssicherheit nur dann gegeben sein kann, wenn man "alle Werkzeuge, die wir haben" nutzen könne. Bei Importwaren nach Europa müssten zudem die gleichen Regeln gelten wie in Europa. "Nicht so, wie wir es zurzeit manchmal mit ägyptischen Kartoffeln sehen, die unsere Preise zusammenschlagen und unsere Produktion vernichten", so Schmuckenschlager. Zudem soll die Landwirtschaft bei den Produktionspreisen fair behandelt werden: "Faire Preise für hohe Produktionsstandards sind unerlässlich."