Maria Enzersdorf

Bürgermeister nach Vorwürfen zurückgetreten

13.09.2006

Christian Beck, Bürgermeister von Maria Enzersdorf, ist am Dienstag zurückgetreten.

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Aufgedeckt hat ÖSTERREICH den Fall über das baufällige Gebäude, einem ehemaligen Bergwerk, das drohte, einzustürzen.

Beck begründete diesen Schritt in einem Brief an die Gemeindebewohner mit Vorwürfen, die im Zusammenhang mit der - verzögerten - Sanierung des ehemaligen Gipsbergwerkes auf der Marienhöhe gegen ihn aufgetaucht seien und ihn "zutiefst verletzen" würden.

"Es wurde der Eindruck erweckt, dass es in meinem Interesse sei, wenn der Beginn der Arbeiten verschoben werden würde. Da ich in unzähligen Gesprächen, Telefonaten und persönlichen Besuchen im Winter und Frühjahr gerade in dieser Sache unterwegs war, trifft mich dieser Vorwurf sehr hart" , so Beck in seinem Schreiben.

Bund, Land und Gemeinde hatten sich im Mai darauf geeinigt, die Kosten von drei Millionen Euro für die Sanierung des ehemaligen Bergwerks zu gleichen Teilen zu tragen. Beck wies in dem Brief darauf hin, dass "nur mehr die Auszahlung der Finanzierungshilfe des Bundes und die zustimmenden Unterschriften der betroffenen Grundeigentümer" fehlen würden. Dann könnten die Arbeiten vergeben und bei geeigneter Witterung (mindestens fünf Monate kein Frost) begonnen werden.

Am Mittwoch hat die geschäftsführende Gemeinderätin Edeltraud Obner die interimistische Führung von Maria Enzersdorf übernommen. Sie soll auch Becks Nachfolge antreten. Für 26. September ist eine Sitzung des Gemeinderates mit der Wahl der Bürgermeisterin vorgesehen.

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