Zusammenarbeit
Fachkräftemangel in der Pflege: St. Pölten reagiert mit neuer Initiative
20.01.2026In St. Pöltens Pflegeeinrichtungen fehlen qualifizierte Fachkräfte. Die Stadt plant nun konkrete Schritte, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Eine mögliche Kooperation mit der Hochschule Campus Wien steht im Zentrum des neuen Kurses.
Auch in St. Pölten ist der Mangel an Pflegekräften deutlich spürbar. Besonders im städtischen Seniorenwohnheim Stadtwald zeigen sich die Auswirkungen in der täglichen Versorgung. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) will das nicht länger hinnehmen. "Wir setzen neue Initiativen, um den Mangel auszugleichen und das Angebot in unseren Pflegeeinrichtungen wieder voll sichern und ausbauen zu können", sagt Stadler.
Zusammenarbeit mit Hochschule in Vorbereitung
Einen wichtigen Schritt sieht die Stadt in der geplanten Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien. Die Einrichtung bringt viel Erfahrung bei der Ausbildung und Rekrutierung von Pflegepersonal aus Drittstaaten mit. Beide Seiten haben bereits einen "Letter of Intent" unterzeichnet, der die künftige Zusammenarbeit untermauert. Eine Machbarkeitsanalyse soll nun klären, wie das Vorhaben konkret umgesetzt werden kann. Auch spezialisierte Recruiting-Agenturen könnten künftig Teil der Lösung sein. "Wir prüfen die Zusammenarbeit mit professionellen Personalvermittlern", sagt Stadler.
Wohnraum für systemrelevante Berufe
Neben der Suche nach neuem Personal setzt St. Pölten auch auf langfristige Bindung. Im Dezember 2025 beschloss der Gemeinderat ein Wohnbauprojekt im Stadtteil Radlberg. Dort entstehen unter anderem Dienstwohnungen für Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten. Auch Pflegekräfte sollen dort einziehen können.
Die Stadt verfolgt ein klares Ziel. Sie will Pflegekräfte nicht nur finden, sondern ihnen auch Perspektiven bieten - für einer stabile Versorgung und gute Betreuung auf Dauer.