Bahn-Chaos
Gänserndorf/Angern: Hunderte Fahrgäste stundenlang gestrandet
04.05.2026Sonntagmittag, kurz nach 12.40 Uhr: Auf der Nordbahnstrecke zwischen Gänserndorf und Angern an der March bricht gleichsam das Chaos aus. Eine Oberleitungsstörung legt die gesamte Strecke lahm – und das stundenlang!
Ein defekter Stromabnehmer an einem Zug beschädigte die Oberleitung. Das bittere Pech: Ausgerechnet in diesem Bereich herrscht wegen Bauarbeiten bereits Einspurbetrieb. Kein Ausweichen war somit möglich, kein Durchkommen – die Strecke war tot.
300 bis 400 Passagiere waren betroffen
Hunderte Fahrgäste mussten am Bahnhof Angern aus dem Zug – quasi mitten in der Pampa, ohne Aussicht auf schnelle Weiterfahrt. Die ÖBB versprachen Ersatzbusse. Was kam? Laut Augenzeugen gerade mal ein oder zwei Busse! Dutzende Menschen warteten daraufhin stundenlang in brütender Hitze auf dem Bahnhof.
Noch um 20 Uhr kein Weiterkommen
Unglaublich aber wahr: Gegen 20 Uhr harrten noch immer dutzende Verzweifelte in Angern aus. Sogar die Polizei musste ausrücken! Viele Fahrgäste griffen zur Selbsthilfe und organisierten auf eigene Kosten Taxis und Fahrdienste aus bzw. nach Wien.
Die ÖBB "bedauern die Unannehmlichkeiten"
Die Bahn räumte kleinlaut ein: "Die Kapazitäten lagen leider unter jenen der Züge." Insgesamt fünf Busse waren ab 14 Uhr im Einsatz – viel zu wenig für den riesigen Andrang. Spezialfahrzeuge mussten die zerstörte Oberleitung zur gleichen Zeit reparieren. Erst um 20 Uhr war die Strecke wieder frei. Die ÖBB "bedauern die Unannehmlichkeiten" – für gestrandete Fahrgäste dürfte das wohl ein schwacher Trost sein.