Landgemeinden
"Hybridmarkt" als Zukunft der Nahversorgung
08.01.2026Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner informierte heute mit Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer NÖ, Bürgermeister Ewald Gorth (Bürgerliste) und Kauffrau Anita Hiesel zum Thema "Hybridmärkte“ im Nah&Frisch in der Gemeinde Inzersdorf-Getzersdorf.
Anita Hiesel hat den Dorfladen im vergangenen Jahr übernommen und diesem in Zusammenarbeit mit der Firma Kienast, mit dem finanziellen Beitrag der Gemeinde und der NAFES-Förderung mit der Umstellung auf Hybrid einen Relaunch gegeben. Seit 5. September 2025 ist der Nah&Frisch in Inzersdorf als Hybridmarkt in Betrieb.
So funktioniert ein Hybridmarkt am Land
"Gerade dieser Nahversorger ist bestes Beispiel dafür, wie es gehen kann“, führte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) aus, dass hier am Vormittag mit einer Bedienung, wo man auch soziale Kontakte pflegen könne, eingekauft werden könne, und in den Randzeiten könne man mit der Bankomatkarte hereinkommen und die Selbstbedienung nutzen.
Die Landeshauptfrau betonte die Wichtigkeit des Themas und, dass man Nahversorger in den Gemeinden und Dörfern brauche. "Früher war ein Greißler in einer Ortschaft eine Selbstverständlichkeit“, führte Mikl-Leitner aus, dass sich das heute geändert habe, weil die Menschen viel mobiler geworden seien und das bringe den Nahversorger immer wieder massiv unter Druck. "Da braucht es auch neue Lösungen, da braucht es Anpassung der Systeme. Und da hilft uns der ganze Bereich der Digitalisierung“, hielt die Landeshauptfrau weiters fest: „Digitalisierung soll aber die Menschen nicht ersetzen, sondern vor allem ergänzen und ihnen zur Seite stehen.“
Starke Förderung durch NAFES
"In den letzten fünf Jahren haben wir 37 Hybridmärkte bei uns in Niederösterreich unterstützt, das sind in etwa 60 Prozent der gesamten NAFES-Förderung“, sprach die Landeshauptfrau von einem Erfolgsmodell. Sie bedankte sich auch beim Partner "Nah&Frisch“ und der Firma Kienast, der die Nahversorgung wichtig sei und die eine enge Zusammenarbeit mit den Betreibern hege und pflege. Summa summarum lässt sich sagen: Die Umstellung auf die Hybridlösung ist eine Kombination aus traditionellem Einkauf gepaart mit moderner Technik. Es wird wohl die Zukunft sein – vor allem für kleine Landgemeinden.