Wahlfreiheit
Kommt der "gläserne Schüler", der Digitalzwang bei Schülerausweisen?
03.02.2026
Das "Grundrecht auf analoges Leben" bemüht die FPÖ NÖ. Grund dafür: Immer wieder hört man von einem "Digitalzwang bei Schülerausweisen".
"Das ist keine Modernisierung, das ist eine digitale Zugangshürde. Wer nicht mitmacht, wird ausgesperrt, und genau das darf Schule niemals tun“, kommentiert FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler die Causa an mehreren Schulen in NÖ, in der ab dem nächsten Schuljahr der Schülerausweis offenbar nur noch digital kommt, als EDU-Digicard, zwingend gekoppelt an die ID Austria, bei unter 14-Jährigen über die ID Austria der Eltern. Als "Ausrede" diene dabei ein "knappes Zeitfenster wegen Foto und VOR-Freifahrt. "In Wahrheit ist es ein System, das Familien in die digitale Spur zwingt. Ohne ID Austria kein Ausweis“, so Fiedler weiter.
Der gläserne Schüler?
Die FPÖ zitiert einen Lehrer: "Es wird völlig verharmlost. Aber am Ende heißt es dann: Eltern müssen sich digital registrieren, sonst hat das Kind nichts mehr in der Hand.“ Hinter vorgehaltener Hand werde ja "schon längst von digitalen Zeugnissen und Schulbesuchsbestätigungen geschwärmt. "Aus einem praktischen Hilfsmittel droht der Türöffner für den nächsten Schritt Richtung Papier-Verbot“, sagt Helmut Fiedler, der das Grundrecht auf analoges Leben unterstreicht.