Personalmangel

Kommt zur Unzeit: Bettenstation an Uniklinik St. Pölten gesperrt

30.10.2025

Am Universitätsklinikum St. Pölten ist eine Bettenstation aufgrund personeller Probleme im Pflegebereich gesperrt worden. Trotz der Engpässe sei die Patientenversorgung laut ärztlicher Direktion jedoch sichergestellt. 

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© Uniklinikum St. Pölten
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Aufgrund der personellen Situation in der Pflege sei derzeit auf der der 2. Medizinischen Abteilung eine Bettenstation gesperrt. Die restlichen zwei Stationen seien jedoch regulär in Betrieb. Mitte November sei dann wieder eine schrittweise Inbetriebnahme geplant. Bei der 2. Medizinischen Abteilung handelt es sich um eine Abteilung für die Innere Medizin. 

Im Umfeld des Uniklinikums wurde zuletzt von unzumutbar vielen Überstunden gemunkelt, "normale Arbeitszeiten" seien im Mangelbereich. Auf Nachfrage von noe.ORF.at erklärte das Spital, dass es sich aktuell um "Ausnahmesituationen" handle und "dass 60 Wochenstunden auf Grund von Akutausfällen entstehen und das eine maximale Wochenarbeitszeit darstelle“. 

Patientenversorgung soll sichergestellt sein

Bei Engpässen sollen die Bediensteten Unterstützung von anderen Abteilungen erhalten, wurde betont. "Durch die multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Klinikum kann trotz personeller Engpässe die Patientenversorgung sichergestellt werden“, sagte die ärztliche Direktorin Karin Pieber.

Nachfragen, wie viele Betten die geschlossene Station umfasst und ob diese Sperre die Ausnahme ist oder öfters vorkommt, wurden gegenüber noe.ORF.at am Mittwoch nicht beantwortet. Erst kürzlich sorgte der Fall einer 55-jährigen Frau aus dem Mühlviertel (Oberösterreich) für Aufsehen: Sie war mit einer gerissenen Hauptschlagader in akuter Lebensgefahr, wurde von mehreren Spitälern aufgrund fehlender Kapazitäten abgewiesen und starb wenig später. Auch vom Uniklinikum St. Pölten wurde die 55-jährige wegen eines anderen Notfalls abgewiesen.