Betreuung
Land NÖ fördert Digitalisierung in der Pflege
09.01.2026Teil der „NÖ Pflege- und Betreuungsstrategie 2025+“ ist eine Digitalisierungsoffensive im Pflege- und Betreuungsbereich. In diesem Zusammenhang beschloss das Land NÖ Ende 2025 eine Förderung für eine Digitalisierungsoffensive im Pflegebereich in Höhe von insgesamt vier Millionen bis Ende 2026.
Laut LR Teschl-Hofmeister (ÖVP) sei das Ziel, durch moderne Technik mehr Zeit für die Menschen zu gewinnen. Das Pflege- und Betreuungszentrum Gutenstein zeige, wie Digitalisierung zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner eingesetzt werde. „Im Bereich der Pflege ist der Kontakt von Mensch zu Mensch so wichtig wie in kaum einem anderen Bereich. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung in der Pflege zahlreiche Chancen zur Verbesserung der Versorgungsqualität und zur Entlastung der Pflegekräfte bzw. der pflegenden Angehörigen“, so Christiane Teschl-Hofmeister.
Gewinn von Zeitressourcen
Das Ziel dieser Förderung sei der verstärkte Einsatz von neuen digitalen Lösungen und modernen Technologien in der Pflege und Betreuung älterer Menschen im Regelbetrieb. Vorteile würden sich unter anderem in den Bereichen „Kommunikation im Medizinwesen“ und „sprachgestützte Pflegedokumentation“ ergeben. Unter dem Motto „Mehr Zeit für die Menschen gewinnen“ sieht Teschl-Hofmeister großes Potenzial, dass Pflegekräfte durch die Digitalisierung wichtige Zeitressourcen für die Bewohnerinnen und Bewohner gewinnen können, wenn der Aufwand insbesondere bei administrativen Tätigkeiten, sinkt.
In der Praxis im Betreuungszentrum Gutenstein
Das Pflege- und Betreuungszentrum Gutenstein hat sein Betreuungsangebot durch den Einsatz des digitalen Systems „Media4Care“ erweitert. Das speziell für Seniorinnen und Senioren entwickelte Tablet bringe Musik, Spiele, Erinnerungen und Kommunikation auf einfache Art und Weise in den Pflegealltag und sorgt für Aktivierung und Abwechslung. „Mit der Einführung von Media4Care setzt das Pflege- und Betreuungszentrum Gutenstein auf digitale Innovation in der Pflege, ohne den persönlichen Kontakt aus dem Blick zu verlieren“, so Teschl-Hofmeister. Die Funktionen des Geräts seien speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt – auch für Menschen mit Demenz.