Archäologie
Neues Grabungsgebäude für Forschungsstandort Carnuntum
06.02.2026Die Römerstadt Carnuntum ist einer der zentralen Forschungsstandorte für die Archäologie der römischen Antike und zugleich eines der bedeutendsten kulturellen Ausflugsziele Niederösterreichs.
Um die wissenschaftliche Arbeit der Landessammlungen Niederösterreich vor Ort abzusichern und zeitgemäße Rahmenbedingungen zu schaffen, wurde das bisherige Grabungsgebäude durch einen modernen Neubau ersetzt.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zum neuen Grabungsgebäude: "In Carnuntum wird Archäologie für ein breites Publikum sichtbar und begreifbar. Mit dem neuen Grabungsgebäude stellen wir sicher, dass unsere Archäologinnen und Archäologen unter bestmöglichen Bedingungen arbeiten können. So haben wir eine moderne Infrastruktur für archäologische Forschung in Niederösterreich von internationaler Bedeutung geschaffen.“
690.000 Euro investiert
Das bisherige Holzgebäude, das über Jahrzehnte als Grabungsbaracke genutzt worden war, entsprach aufgrund massiver altersbedingter Abnutzungs- und Feuchtigkeitsschäden nicht mehr den Anforderungen zeitgemäßer Forschung. Das Land Niederösterreich investierte daher rund 690.000 Euro in den Abbruch der alten Struktur und die Errichtung eines neuen, funktional optimierten Grabungsgebäudes.
Mit der Umsetzung wurde die Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement des Landes Niederösterreich betraut, die auch die bauliche Projektleitung übernahm. Die Projektsteuerung lag bei der Abteilung Landeshochbau.
Der Neubau vereint nun sämtliche wesentlichen räumlichen und technischen Voraussetzungen unter einem Dach: Büroräume, Flächen zur Fundbearbeitung und Erstinventarisierung, Aufenthaltsräume sowie Lagerflächen für Grabungs- und Vermessungsequipment. Damit werden effiziente Arbeitsabläufe ebenso ermöglicht wie eine qualitativ hochwertige archäologische Forschung im römischen Stadtgebiet von Carnuntum.