Trockenheit

Niedergeschlagen wegen niedrigem Niederschlag: Wird jetzt Wasser aus der Donau gepumpt?

07.05.2026

Die Lage ist dramatisch: Niederösterreichs Bauern kämpfen gegen eine historische Frühjahrsdürre. In Geras im Bezirk Horn fiel im April sage und schreibe 80 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Und ein Ende ist nicht in Sicht! 

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Biobauer Robert Strohmaier aus Hafnerbach (Bezirk St. Pölten) schlägt Alarm. Auf seinen Butternusskürbis-Feldern und in den Erdbeer-Folientunneln geht ohne Bewässerung gar nichts mehr. Die Böden: staubtrocken, wie Pulver.

"Im Frühjahr so eine Trockenheit, das habe ich noch nie erlebt!"

Sein Weizen und Dinkel sei bereits massiv ausgetrocknet – Ertragseinbußen sind sicher. Erst letzte Woche gab es noch Frost, jetzt brennt die Dürre alles nieder. Kommt in den nächsten 14 Tagen nur ein bis fünf Millimeter Regen, sei das laut Strohmaier "sofort wieder verdunstet."

Landwirtschaftskammer Totschnig warnt: "Überleben oder Nicht-Überleben"

Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ, spricht Klartext: Die Bauern müssen sich auf heißere Sommer, längere Dürreperioden und heftige Unwetter einstellen. Ganz Niederösterreich ist betroffen – Osten, Waldviertel, Mostviertel. Überall wird die Futtergrundlage knapp.

Die Kammer setzt auf Notmaßnahmen

  • Weniger Frühjahrskulturen
  • Direktsaat statt aufwendiger Bodenbearbeitung
  • Klimafitte Pflanzensorten für die Zukunft

Wasser aus der Donau pumpen?

Und die brisanteste Forderung: Wasser aus der Donau soll auf die Felder gepumpt werden. Konkrete Schritte seien bereits in Planung. Mayrs erschreckende Bilanz: "Da geht es oft nicht um Ertragssteigerung, sondern um Überleben oder Nicht-Überleben der Pflanze."