Forschung
Niederösterreich am Weg in unendliche Weiten
05.06.2025Europäische Weltraumorganisation und Wissenschaftscluster des Landes verstärken die Zusammenarbeit.
Bei einem Besuch des Technologiezentrums ESTEC der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Noordwijk, Niederlande – Herz der europäischen Raumfahrt und Weltraumforschung – verstärkten der für Wissenschaft zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und der Europäischen Weltraumorganisation, die in diesen Tagen ihr 50-jähriges Bestehen begeht.
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Viel Wissen kommt aus Niederösterreich
„Die Wissenschaft löst Zukunftsfragen. Dank starker Investitionen in den letzten Jahren etablierte sich Niederösterreich als treibende Kraft im Bereich der Raumfahrttechnologie. Mittlerweile fliegt bei unzähligen Raumfahrt-Missionen modernes Knowhow aus Niederösterreich mit. Und es ist unsere Mission in Niederösterreich, die Wissenschaft zu stärken und den Forscherinnen und Forschern eine Heimat zu bieten“, betonte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
Space-Hot-Spot in Wiener Neustadt
Alleine im Raum Wiener Neustadt sind rund 20 Unternehmen mit rund 1.500 Arbeitsplätzen in den Bereichen Weltraumforschung sowie Luft- und Raumfahrttechnik tätig. In den Niederlanden wurden daher auch die rechtlichen Rahmenbedingungen des neuen ESA Labs in Wiener Neustadt – dem ersten in Österreich - geklärt und die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Es nennt sich FOTEC und bekam in den vergangenen Jahren mehr als 12 Millionen an Entwicklungsaufträgen.
Sensible Techniken nicht nur für China, Russland oder USA
Pernkopf führt drei Gründe an, warum es sich bezahlt mache, in dieses Wissenschaftsfeld zu investieren: „Es ist gut für die Menschen, weil wir täglich Anwendungen nutzen, die ursprünglich in der Raumfahrt entwickelt wurden, von Navigationsgeräten bis zu kabellosen Kopfhörer, von Wasserstoff-Antrieb bis zu Photovoltaiktechnologie. Es ist gut für die Wirtschaft, weil viel Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze entstehen, mit Wachstumsraten von bis zu zehn Prozent. Und es ist drittens essentiell für die Sicherheit! Wir dürfen solch sensible Techniken nicht nur China, Russland oder den USA überlassen, sondern müssen sie selbst in Europa erforschen und beherrschen.“