Europa-Forum Wachau
NÖ tritt Initiative Hydrogen Europe bei
21.05.2026Im Zuge des Europa-Forums Wachau ist NÖ am 20. Mai der Initiative Hydrogen Europe beigetreten. Darüber informierten LH Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Hydrogen-Europe-CEO Jorgo Chatzimarkakis und Lukas Renz, ab 1. Juni 2026 Sonderbeauftragter des Landes für die europäische Wasserstoffstrategie.
Mikl-Leitner sprach von „einem ganz wichtigen Schritt in Richtung Energiezukunft. "Wenn Staaten Energie als Waffe einsetzen, heißt es für uns, den Weg nach vorne anzutreten und mehr Tempo hineinzulegen in den ganzen Bereich der Energieunabhängigkeit.“
Wasserstoff als Speicherlösung für erneuerbare Energien
Mit dem Beitritt gestalte man europäische Rahmenbedingungen aktiv mit. Hydrogen Europe als zentrale Brüsseler Interessenvertretung mit über 600 Mitgliedern biete dafür die nötige Schlagkraft. "Wasserstoff ist das Thema der Zukunft“ und eine entscheidende Speicherlösung für erneuerbare Energien, so die Landeshauptfrau. Zudem betonte sie: "Investitionen in Wasserstoffprojekte schaffen zusätzliche Jobs.“ Der Einsatz solle dort erfolgen, „wo er den größten wirtschaftlichen und klimapolitischen Nutzen bringt“, wie in der energieintensiven Industrie oder im Schwerverkehr. In Österreich allein wurden von 2021 bis 2024 öffentliche Forschungsprojekte im Bereich Wasserstoff mit 166 Mio Euro gefordert.
Österreich als wichtiges Wasserstoffland der ersten Stunde
Chatzimarkakis würdigte Österreich als "wichtiges Wasserstoffland der ersten Stunde“. Er forderte: „Jetzt ist es an der Zeit, das Narrativ des Klimaschutzes zu ergänzen um das Narrativ der Resilienz.“ Energiesouveränität sei jedoch nur erreichbar, wenn man bürokratische Hemmnisse beseitige. Um diese Souveränität zu verteidigen, wurde Lukas Renz zum Sonderbeauftragten des Landes NÖ für die europäische Wasserstoffstrategie ernannt. "Es geht mir beim Thema Wasserstoff darum, eine Zukunftshoffnung aufzubauen“, sagte Renz, der seine neue Rolle als „Brückenbauer“ sieht.