Sportland
NÖ verabschiedete 12 Sportler zu den Olympischen Winterspielen
28.01.2026Das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) hat am Montag offiziell 115 Athletinnen und Athleten für das rot-weiß-rote Olympiateam nominiert. Mit dabei sind auch zwölf Sportlerinnen und Sportler aus Niederösterreich, die das Bundesland auf der größten Sportbühne der Welt vertreten werden.
Von 6. bis 22. Februar stehen Mailand und Cortina d’Ampezzo ganz im Zeichen der Olympischen Winterspiele. "Die Teilnahme an Olympischen Spielen ist zweifellos der verdiente Lohn harter Arbeit, großer Disziplin und absoluter Leidenschaft für den Sport. Unsere niederösterreichischen Olympia-Teilnehmer haben sich diesen großen Auftritt mehr als verdient. Ganz Niederösterreich ist stolz und drückt fest die Daumen“, richtet Sportlandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) seine Glückwünsche an die Nominierten.
"Ich bin überzeugt, dass unsere Athleten für emotionale Gänsehaut-Momente sorgen und vielleicht sogar über das eine oder andere Edelmetall jubeln dürfen. Ich wünsche viel Erfolg, verletzungsfreie Wettkämpfe und eine unvergessliche Zeit bei den Olympischen Winterspielen 2026!“, so Landbauer.
In diesen Sportarten ist Niederösterreich vertreten
Niederösterreich ist bei den Olympischen Winterspielen 2026 in den Sportarten Bob, Langlauf, Ski Alpin, Skicross, Snowboard Alpin sowie im Snowboardcross vertreten. Mehrere der nominierten Athletinnen und Athleten konnten in der laufenden Saison bereits mit starken internationalen Leistungen aufzeigen und zählen damit zu den großen Medaillenhoffnungen. So gilt Bobsportlerin Katrin Beierl nach ihrer Silbermedaille bei der Europameisterschaft als aussichtsreiche Medaillenkandidatin. Auch Snowboardcrosser Jakob Dusek darf sich berechtigte Chancen ausrechnen, nachdem er vor rund eineinhalb Wochen den fünften Weltcupsieg seiner Karriere feiern konnte.
Großer Hoffnungsträger: Benjamin Karl (Snowboard)
Die Formkurve zeigt auch bei den alpinen Ski-Damen deutlich nach oben: Mit einem fulminanten zweiten Lauf und Rang sieben in Špindlerův Mlýn setzte Katharina Huber zuletzt ein starkes Ausrufezeichen. Zu den großen Medaillenhoffnungen zählt zudem einmal mehr der Olympiasieger von Peking 2022, Benjamin Karl, der in Bansko jüngst über seinen 28. Weltcupsieg jubelte und Österreich bei der offiziellen Eröffnungszeremonie am 6. Februar gemeinsam mit der Kärntnerin Anna Gasser als Fahnenträger anführen wird.
Kurzbiografie Benjamin Karls
Benjamin Martin Karl (geboren 1985 in St. Pölten) ist ein österreichischer Snowboarder. Aufgewachsen am Ötscher, wurde Benjamin Karl je dreimal Gesamtweltcupsieger und Weltcupsieger im Parallelweltcup, 2004/05 war er Juniorenweltmeister im Parallelriesenslalom. Weltmeister wurde er 2009 im Parallelslalom in Sungwoo (Korea), 2011 sowohl im Parallelriesenslalom als auch im Parallelslalom in La Molina (Spanien) und 2021 in Rogla im Parallelslalom. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver gewann Karl die Silbermedaille und 2014 in Sotschi die Bronzemedaille im Parallelslalom. Bei den Olympischen Spielen 2022 Peking gewann Karl Gold im Parallelriesenslalom.
Medaillenprämie von 10.000 Euro
"Diese Erfolge zeigen eindrucksvoll, welches sportliche Potenzial in Niederösterreich steckt. Unsere Athleten sind mit ihren Leistungen die beste Werbung für den Sport und großartige Vorbilder für den Nachwuchs“, meint Landbauer, der auch betont: "Diese Wertschätzung wollen wir auch diesmal sichtbar machen: Im Erfolgsfall wird es für Niederösterreichs Sportler wieder eine Medaillenprämie von bis zu 10.000 Euro geben.“