Straßenarbeiten
Ostumfahrung nimmt Fahrt auf
13.03.2026Auf einer der umstrittensten Baustellen des Landes, der Wiener Neustädter Ostumfahrung, gehen die Arbeiten zügig voran. In der Vergangenheit hatte das Straßenbauprojekt für heftige Protestaktionen gesorgt. Nun verlaufen die 43 Millionen Euro teuren Bauarbeiten planmäßig.
Seit dem Baustart der Ostumfahrung im September 2024 wurden bereits zahlreiche Arbeiten erledigt, heißt es vonseiten des NÖ Straßendienstes. So wurde etwa auf der gesamten Trassenlänge der Oberboden abgetragen und zumindest eine Schüttlage aufgebracht. Von den sechs Brücken wurde bei vier das Rohtragwerk fertiggestellt. Eine durchgängige Baustraße soll den Baustellenverkehr von den Siedlungsgebieten fernhalten.
Ostumfahrung bringt Verkehrsentlastung
Heuer müssen vor allem die Kreuzungsumbauten erledigt werden. Die einen begrüßen den Bau der Ostumfahrung und versprechen sich davon eine Verkehrsentlastung. Dazu gehören die Anrainer der stark befahrenen Nestroystraße in Wiener Neustadt. Die anderen drückten ihren Unmut immer wieder mit Protestaktionen aus. So fuhren Landwirte im Jahr 2022 mit ihren Traktoren bis zum Wiener Neustädter Hauptplatz.
Fertigstellung für Ende 2027 geplant
Die 4,3 Kilometer lange, achteinhalb Meter breite Ostumfahrung soll Ende 2027 für den Verkehr freigegeben werden. Sie soll den Straßenring um Wiener Neustadt schließen. Der sogenannte Ringschluss bildet die Verbindung vom Kreisverkehr an der B60 zur Autobahnabfahrt S4 Wiener Neustadt Ost. Zu den Projektzielen gehören eine Verkehrsentlastung in Wiener Neustadt und Lichtenwörth (Bezirk Wiener Neustadt) sowie eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.