Initiative

Polizei NÖ unterstützt mit Einsatzmappen Sicherheit an Schulen

26.01.2026

Die Landespolizeidirektion und die Bildungsdirektion NÖ präsentierten am 20. Jänner 2026 in der Öko MS Pottenbrunn eine neue Sicherheitsinitiative. Im Zentrum stehen feste Ansprechpartner der Polizei für jede Schule sowie standardisierte Einsatzmappen für Krisenfälle. 

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© LPD NÖ/Greene
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Die Initiative basiert auf enger Zusammenarbeit von Schulen und Polizei. Jede Schule erhält eine fixe polizeiliche Ansprechperson bei der zuständigen Polizeiinspektion, die gemeinsam mit der Schulleitung Sicherheitsbegehungen durchführt. Dadurch sollen Evakuierungswege, Notausgänge, Sammelplätze und sicherheitstechnische Einrichtungen erhoben werden.

Im Ernstfall schneller handeln

Informationen sollen in die jeweiligen Einsatzmappen einfließen. „Jede Schule hat ihre eigenen baulichen und organisatorischen Besonderheiten. Wenn wir diese bereits im Vorfeld kennen, können wir im Ernstfall schneller, gezielter und sicherer handeln“, sagte Landespolizeidirektor Franz Popp. Die polizeilichen Einsatzmappen basieren auf einem bundesweit einheitlichen Muster und müssen einmal pro Schuljahr überprüft und aktualisiert werden. Die Mappen sollen die bestehenden Krisen- und Notfallpläne an Schulen ergänzen und ausschließlich der Einsatzvorbereitung der Polizei dienen. 

Sicherheitsgefühl in Schulgemeinschaft stärken

Ziel sei es, auf mögliche Bedrohungs- und Krisensituationen noch besser vorbereitet zu sein und gleichzeitig das Sicherheitsgefühl in der Schulgemeinschaft nachhaltig zu stärken, wurde in der Aussendung betont. Zwar blieb es bis jetzt in NÖ nur bei Drohungen, tragische Ereignisse in anderen Bundesländern würden aber zeigen, wie wichtig detaillierte Vorsorge und klare Abläufe sind. Im Vorjahr war es nämlich in Graz zu einem Amoklauf mit elf Toten gekommen. Ein solchen Szenario, gilt es zu verhindern. „Schulen müssen sichere Orte sein, an denen Lernen ohne Angst möglich ist. Mit dieser Initiative setzen wir einen weiteren, gezielten Schritt für den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen“, sagte Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).

Klare Kommunikationswege 

Auch klare Kommunikations- und Meldewege sollen geschaffen werden. Im Fall einer Drohung sollen die Polizei und der zuständige Schulqualitätsmanager informiert werden. Die externe Kommunikation soll in Abstimmung mit der Polizei über die Kommunikationsstabsstelle der Bildungsdirektion erfolgen. „Ziel bleibt klar: Schulen sollen auch in herausfordernden Zeiten sichere, geschützte und vertrauensvolle Orte für junge Menschen sein“, sagte NÖ Bildungsdirektor Karl Fritthum. 

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