Initialzündung
Rekord! NÖ Wohnbauförderung mit fast einer Milliarde
12.01.2026Das Land NÖ beschloss 2025 Förderungen für 15.684 Wohneinheiten in der Höhe von insgesamt 869 Millionen Euro. Zusätzlich wurden die Landsleute mit 83 Millionen Euro bei den Wohnkosten entlastet.
Im Jahr 2025 wurden in Niederösterreich insgesamt 13.984 Wohneinheiten durch die NÖ Landesregierung bewilligt. "Im abgelaufenen Jahr hat das Land Niederösterreich Förderungen für knapp 10.000 Wohneinheiten im großvolumigen Wohnbau und knapp 4.000 Wohneinheiten im kleinvolumigen Wohnbau genehmigt." Auf die gesamte Laufzeit entsprechen die Bewilligungen einer Förderhöhe von 844 Millionen Euro. Über 1.700 Haushalte wurden beim Heizungstausch mit 24,7 Millionen Euro und knapp 12.000 Haushalte mit 33,2 Millionen Euro mittels Wohnzuschuss bzw. Wohnbeihilfe bei den laufenden Wohnkosten unterstützt. Hinzu kommt ein Zinscap von 50 Millionen Euro, bilanziert Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).
Schwerpunkt Sanierung
m großvolumigen Wohnbau wurden Förderungen für 1.398 neue Wohneinheiten im Neubau und 8.587 Wohneinheiten in der Sanierung beschlossen. In diesem Bereich wurden Förderungsdarlehen in Höhe von 64,308.534 Millionen Euro, laufende Zuschüsse von 564,641.037 Millionen Euro sowie 82,325.606 Millionen Euro an Zweckzuschüssen des Bundes bereitgestellt.
Auch der Eigenheimbereich wurde stark unterstützt: Für 1.312 neue Eigenheim-Wohneinheiten wurden Darlehen in Höhe von 589,054.790 Millionen Euro sowie 11,890.860 Millionen Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüsse bewilligt. Zusätzlich wurden 2.687 Sanierungsvorhaben gefördert, darunter jährliche Annuitätenzuschüsse über zehn Jahre im Gesamtausmaß von 62 Millionen Euro sowie einmalige Zuschüsse von 116.500 Euro. "Bei 80% der geförderten Wohneinheiten handelt es sich um Sanierungsprojekte. Dadurch wird qualitativ hochwertiger Wohnraum geschaffen und gleichzeitig eine wichtige Maßnahme gegen den Bodenverbrauch und für Klimaschutz gesetzt“, so Teschl-Hofmeister.
Umgehende SPÖ-Kritik
Auf die Remax-Meldung kam umgehend eine Reaktion seitens der SPÖ NÖ. Für Christian Samwald, Wohnsprecher der SPÖ Niederösterreich, ist klar: "Der Mietmarkt ist endgültig aus dem Gleichgewicht geraten – und die schwarz-blaue Landeskoalition schaut tatenlos zu.“ Während Eigentum für immer mehr Menschen unerreichbar werde, steigen die Mieten Jahr für Jahr deutlich stärker als die Einkommen. "Wer heute eine Wohnung sucht, zahlt den Preis für die schwarz-blaue Untätigkeit“, so Samwald.
Die RE/MAX-Expertinnen und -Experten bestätigen, so Samwald, dass "strengere Kreditvergaberichtlinien viele Menschen vom Eigentum ausschließen. Wer kein Eigenheim finanzieren kann, bleibt am Mietmarkt hängen – und dort drehen sich die Preisspiralen munter weiter. Gerade junge Menschen und Familien würden dadurch dauerhaft unter Druck geraten. Für die SPÖ Niederösterreich ist klar: "Der Markt allein löst die Wohnfrage nicht. Wir brauchen wieder eine aktive Wohnbaupolitik: mehr gemeinnützigen Wohnbau und eine Zweckbindung der Wohnbauförderung“, fordert Samwald abschließend.