Hilfe für Menschen

Riesen-Andrang bei "Team-Österreich"-Tafel

25.05.2026

Bei der "Team-Österreich“-Tafel in Baden werden derzeit wöchentlich rund 550 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Vor drei Jahren waren es laut Rotem Kreuz noch rund 60 und Abholer. 

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© Österreichisches Rotes Kreuz
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Jeden Samstag werden beim "Haus der Menschlichkeit“ rund eineinhalb Tonnen Lebensmittel ausgegeben. Besonders haltbare Lebensmittel und Hygieneprodukte würden derzeit häufig gebraucht, heißt es vom Roten Kreuz. Eine Klientin aus Baden schildert gegenüber noe.ORF.at, dass sie die gestiegenen Preise im Alltag deutlich spüre. Auch eine weitere Klientin sagt, die Tafel helfe ihr beim Sparen. An den Tafeln würden vorrangig ältere Personen, alleinerziehende Frauen und Familien mit mehreren Kindern unterstützt. Genau für diese Menschen sei die regelmäßige Lebensmittelhilfe eine konkrete Entlastung.

13 Prozent armuts- oder ausgrenzungsgefährdet 

Der Hilfsorganisation zufolge sind von den in Niederösterreich lebenden 1,7 Millionen Menschen 13 Prozent armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Getragen wird die "Team-Österreich“-Tafel in Baden von einem großen Freiwilligenteam. Freiwillige Helferin Gerrit Stöhr sagt, das Projekt könne ohne die vielen Ehrenamtlichen nicht funktionieren.  In Niederösterreich gibt es von "Team-Österreich" 35 Ausgabestellen und drei Sozialläden. 2025 waren demnach 7.502 Haushalte bei der „Team-Österreich-Tafel“ und 1.966 Haushalte in Sozialläden registriert. Durchschnittlich seien pro Woche 7.546 Menschen mit Lebensmitteln versorgt worden. 

Neue Aktion soll Tafel stärker in Mittelpunkt rücken 

Diesen Samstag wurde im Rahmen der Initiative "Herz am Herd“ zusätzlich Erdäpfelgulasch in Gläsern an die Klienten ausgegeben. Landesdirektor Hannes Buxbaum sagt, die neue Aktion solle die Tafel stärker in den Mittelpunkt rücken. Es gehe um Menschen, "die das Leben ohne unsere Hilfe nicht bestreiten können“. Österreichweit gibt es laut Rotem Kreuz 127 Ausgabestellen. Mehr als 58.000 Menschen würden regelmäßig versorgt. Eine warme Mahlzeit könne Armut nicht lösen. Sie könne aber kurzfristig entlasten und sichtbar machen, wie wichtig die regelmäßige Lebensmittelhilfe für viele Menschen geworden ist.