Bilanz

Rotes Kreuz NÖ: 2.549 Einsätze pro Tag

25.02.2026

In der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in St. Pölten hielten heute, Mittwoch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Eva Prischl und Rotkreuz NÖ Präsident Hans Ebner Rückschau auf das Jahr 2025. 

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© NLK Filzwieser
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"Wenn wir heute die Bilanz ziehen, dann sprechen wir nicht nur über konkrete Zahlen, sondern wir sprechen über Menschenleben, über Situationen, in denen jede Minute zählt. Und über das Vertrauen der niederösterreichischen Landsleute, dass Hilfe kommt, wenn sie gebraucht wird“, sagte die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) eingangs. Nach dem Hochwasser im „Ausnahmejahr 2024“ sei 2025 „Gott sei Dank ein Jahr ohne größere Katastrophe“ gewesen. Dennoch habe es viel zu tun gegeben: „Das Rote Kreuz hatte 2.549 Einsätze pro Tag und 864.816 betreute und transportierte Menschen im vergangenen Jahr.“ Das Rote Kreuz stehe damit 365 Tage im Jahr verlässlich an der Seite der niederösterreichischen Landsleute.

Gelder seitens des Landes

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Seitens des Landes bekräftigte Mikl-Leitner die Unterstützung für das Rettungswesen: „Wir stellen auch heuer wieder Mittel in der Höhe von 1,5 Millionen Euro für Neubau und Renovierung von Rot-Kreuz-Häusern bereit. Und zusätzlich haben wir im Dezember einen nachträglichen finanziellen Zuschuss in der Höhe von insgesamt 63 Millionen Euro beschlossen, um das niederösterreichische Rettungswesen nachhaltig abzusichern.“

"Kraft des Ehrenamtes"

Besonders hob die Landeshauptfrau die Kraft des Ehrenamts hervor: 19.175 Freiwillige engagieren sich aktuell beim Roten Kreuz in Niederösterreich, 454 mehr als im Jahr davor. Insgesamt wurden 5.253.401 Stunden im Rettungs- und Krankentransportdienst geleistet. „Das sind keine abstrakten Zahlen, das ist gelebte Verantwortung und echter Zusammenhalt“, so Mikl-Leitner. Auch im Ausbildungsbereich setzt das Rote Kreuz Maßstäbe: 2.432 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sind im Einsatz, 1.512 davon verfügen über die Zusatzkompetenz „Notfallkompetenzen in Venenzugang & Infusion“ oder höher. „Das Rettungswesen entwickelt sich ständig weiter. Und das Rote Kreuz hat den dafür erforderlichen Weitblick“, betonte die Landeshauptfrau. „Helfen ist in Niederösterreich keine Ausnahme – helfen ist ein Selbstverständnis.“

SPÖ-Prischl: "steigende Anforderungen"

Die für das Rettungswesen zuständige Landesrätin Eva Prischl verwies auf die steigenden Anforderungen im Gesundheitsbereich: „Bis 2040 wird in Niederösterreich rund eine halbe Million Menschen über 65 Jahre alt sein. Die Zahl der über 85-Jährigen wird sich bis 2050 mehr als verdoppeln. Damit werden Rettungseinsätze, Krankenhausaufenthalte und Pflegebedarf deutlich steigen.“ Ziel sei es daher, das Rettungs- und Notfallsystem neu auszurichten und gezielt zu stärken. „Es freut mich daher, dass bereits 1.512 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter mit der Zusatzkompetenz ‚Venenzugang und Infusion‘ oder höher durch diese ständige Qualifizierungsoffensive zur Verfügung stehen. Künftig werden diese Fachkräfte flächendeckend an 86 Standorten das Fundament des Notfallsystems bilden, das hat es in dieser Qualität und Dichte in Niederösterreich noch nie gegeben“, so Prischl, die weiters meinte: „Es geht hier nicht ums Sparen, die Neuausrichtung dient der gezielten Stärkung unseres Systems.“

Rotes Kreuz NÖ Ebner: "große Herausforderungen"

Rotes Kreuz Niederösterreich Präsident Hans Ebner betonte die internationale und zugleich regionale Verantwortung des Roten Kreuzes: „Unsere Gesellschaft steht aktuell vor vielen Herausforderungen. Kriege, Katastrophen, aber auch Veränderungen im eigenen Land fordern zum Nachdenken, Hinterfragen und der Suche nach innovativen Lösungen auf.“ In Niederösterreich setze man daher konsequent auf Innovation, Ausbildung und soziale Angebote, um Menschen Halt und Sicherheit zu geben. Ebner führte innovative Projekte an wie den Telenotarzt, Ausbildungsschwerpunkte im Rettungsdienst und wichtige Schritte in der Armutsbekämpfung oder in der Betreuung der Seniorinnen und Senioren, um Menschen Halt und Sicherheit zu geben. „Gleichzeitig ist es eines unserer größten Anliegen, junge Menschen zu fördern und ihnen unsere humanitäre Wertehaltung näherzubringen so wie auch in der Führungskräfteausbildung das gesamte Potenzial zu schöpfen“, so der Präsident.