Hilfsgüter
Sammelaktion in St. Pölten für Balkanroute
21.01.2026Von Donnerstag bis Sonntag findet im St. Pöltner Sonnenpark eine Sammelaktion zugunsten schutzsuchender Menschen entlang der Balkanroute statt. Gesammelt wird vor allem warme Winterkleidung, aber auch Gegenstände für das Überleben im Freien.
Mehr als 200 Kisten an Hilfsgütern sind heuer bereits nach Sammelaktionen in Amstetten, Krems, Neulengbach (Bezirk St. Pölten), Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha), Gmünd und Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) zusammengekommen. Das Finale der Sammelaktion in NÖ findet nun am Wochenende in St. Pölten statt.
Gegenstände für das Überleben im Freien
Vor allem warme Winterkleidung wird gesammelt. Zudem seien nützliche Gegenstände für das Überleben im Freien – etwa Schlafsäcke, Isomatten, Decken, Rucksäcke, warme Herrenschuhe bis Größe 45, Thermo-Unterwäsche und Accessoires wie Hauben und Handschuhe – gefragt. Und auch Stirnlampen, Smartphones und Powerbanks können gespendet werden. Parallel dazu kann die Arbeit der Organisation auch finanziell unterstützt werden.
Zwei Lkw mit Hilfsgütern bereits in Bosnien
An der Initiative von SOS Balkanroute sind unter anderem auch die Steyler Missionare, Ankommen in Würde, Zusammenhalt Niederösterreich sowie die Seebrücke Herzogenburg beteiligt. Das gemeinsame Ziel sei, „niemanden frieren lassen, Überleben sichern und Menschlichkeit erhalten“, wie es in einer Aussendung heißt. Vor sechs Jahren wurde die Sammelaktion von SOS Balkanroute in Österreich gestartet, seit fünf Jahren wird auch in NÖ um Spenden gebeten. Insgesamt konnten in diesem Winter bereits zwei mit Hilfsgütern beladene Lkw nach Bosnien fahren. In rund zwei Wochen soll sich ein weiterer Lkw mit Sachspenden aus NÖ auf den Weg machen.
Große Spendenbereitschaft
Die Spendenbereitschaft „ist dieses Jahr überwältigend“, so Florian Schmiedecker von SOS Balkanroute. Davon sei man bei der Initiative selbst überrascht gewesen. Geht es um die Balkanroute, seien viele Menschen zurückhaltend, in sozialen Netzwerken würde man oft negative Kommentare lesen. „Aber in der Realität gibt es sehr viel Zuspruch und Solidarität“, so Schmiedecker. In den vergangenen sechs Jahren konnten insgesamt mehr als 70 Lkw mit Hilfsgütern befüllt werden.