Toxisch

Schock-Fund: Gift-Pilz auf Österreichs Maisfeldern entdeckt

27.05.2026

Forscher der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Tulln haben einen der giftigsten Schimmelpilze der Welt direkt vor der Haustür entdeckt - auf einem Maisversuchsfeld im Tullnerfeld.  

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Es ist der erste Nachweis von Aflatoxin B1 in Österreich, einem Stoff, der selbst in winzigen Mengen Leberkrebs auslösen kann. Der gemessene Wert liegt sogar über dem EU-Grenzwert für Mais! Eigentlich kennt man diesen Killer-Pilz nur aus tropischen Ländern - doch der Klimawandel bringt ihn nun zu uns. Forschungsgruppenleiter Stefan Freitag macht dafür ganz klar die langen Hitze- und Trockenperioden verantwortlich: Der Pilz liebe genau solche Bedingungen und fühle sich inzwischen auch in Österreich so wohl, dass er das hochgefährliche Gift produziert.

BOKU-Institutsleiter Rudolf Krska schlägt Alarm

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Für Aflatoxin B1 gebe es eigentlich keinen sicheren Grenzwert - jede noch so kleine Spur sei gesundheitsschädlich. Es gelte als eines der stärksten natürlich vorkommenden Krebsgifte überhaupt. Entdeckt wurde es übrigens eher zufällig - Doktorand Patrick Rennhofer suchte ursprünglich nach ganz anderen Giftstoffen. Besonders beunruhigend: Laut Krska wandern krankmachende Mikroorganismen jedes Jahr rund drei Kilometer Richtung Polkappen. Was heute noch nach Afrika klingt, könnte morgen schon österreichischer Alltag sein. Mit Mais, der so belastet ist, sollten Menschen laut Freitag auf keinen Fall in Berührung kommen. Als Tierfutter sei er zwar großteils geeignet, weil das Tier das Gift herausfiltere - aber Vorsicht bei Milchkühen! Fressen diese den belasteten Mais, landet das Gift direkt in der Milch.