Notwendig
Schutzzone Bahnhof Felixdorf: Unzählige Delikte der Grund
15.01.2026Rund um den Bahnhof Felixdorf (Bezirk Wiener Neustadt) gilt seit heute eine Schutzzone. In dieser Zone kann die Polizei Personen unter bestimmten Umständen das Betreten des Areals verbieten oder diese auch wegweisen. Hintergrund des Erlasses sind zahlreiche Delikte.
Erst im Dezember sollen laut Polizei sechs Jugendliche in Felixdorf in mehr als zehn Autos eingebrochen, Gegenstände daraus gestohlen und Autos beschädigt haben. Gegen sie wurde bereits seit Ende November wegen diverser Straftaten ermittelt.
Für Felixdorf sei der Vorfall ein weiterer Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, sagte SPÖ-Bürgermeister Andreas Hueber. „Die Serie an Einbrüchen, Diebstählen, Suchtmitteldelikten, Vandalismus und auch Fälle von Körperverletzung haben uns veranlasst, Kontakt mit der Bezirkshauptmannschaft aufzunehmen, um dem Problem Herr zu werden“, so Hueber. Die Delikte gingen meistens auf auswärtige Menschen zurück, so Hueber, und durch die Schutzzonen in Wiener Neustadt, Baden und Mödling habe wohl eine Verdrängung nach Felixdorf stattgefunden. „Wir werden die Menschen natürlich umfassend informieren und aufklären, wie sich diese Schutzzone jetzt auswirken wird“, verspricht der Ortschef.
Schutzzone für sechs Monate
Die Bilanz der Delikte in Felixdorf im vergangenen Jahr würde Bände sprechen, sagte Bezirkshauptmann Markus Sauer. Die Zahlen der Polizei hätten die Bezirkshauptmannschaft veranlasst, die Schutzzone zu erlassen, um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen. „Das passiert nicht aus Jux und Tollerei, es ist einfach notwendig geworden und wir wollen dem ganzen einen Riegel vorschieben“, so Sauer. Die Schutzzone gilt vorerst für sechs Monate. Die Polizei wird verstärkt kontrollieren und darf Betretungsverbote aussprechen, sowie Personen aus der Zone verweisen, die strafbare Handlungen begehen könnten. „Nach den sechs Monaten werden wir evaluieren, wie sich die Lage entwickelt hat. Dann wird entschieden, ob die Schutzzone verlängert wird oder nicht“, betonte der Bezirkshauptmann.