Ski-Welt
Seit 30 Jahren zaubert's am "Zauberberg“
26.12.2025Der Alpine Ski-Weltcup am Semmering hat eine enorme Strahlkraft. Mehr als zweieinhalb Millionen Euro werden bei dem Spektakel in der kleinen Gemeinde im Bezirk Neunkirchen umgesetzt. Am Wochenende feiert sich der Zauberberg selbst: es steht das 30-Jahr-Jubiläum an.
Der Semmering als beliebte Sommer-Residenz der „feinen Gesellschaft“ – schon vor mehr als 100 Jahren übte der kleine Ort südlich von Wien auf viele eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Man kam gerne und man genoss das Leben. Heute gilt die 600-Einwohner-Gemeinde vor allem als beliebte „Winter-Residenz“ für die besten Ski-Damen, die seit 1995 einen Riesentorlauf und einen Slalom fahren.
Das sagt Michaela Dorfmeister
"Ich glaube, wir können stolz sein, dass wir die zweitlängst dienenden Rennveranstalter im Damen-Skiweltcup in Österreich sind. Das kann sich schon sehen lassen, 30 Jahre an der Spitze dabei zu sein“, sagt die Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister.
Und das Thomas Sykora
"Das hat sich zu einem Event entwickelt, wo Massen bewegt und das Land Niederösterreich und der Semmering in die Welt transportiert werden“, betont ORF-Skiexperte und zweifacher Slalom-Weltcupsieger Thomas Sykora.
Lauter Siegerinnen
Bis zu 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer kommen an den beiden Renntagen auf den Zauberberg – und sie werden von den ÖSV-Damen regelmäßig verwöhnt. Von 31 Rennen gewinnen die Österreicherinnen acht. Elfi Eder ist bei der Premiere 1995 die Erste. „Es ist einmalig, wie die Leute hier Stimmung machen, es war wunderbar“, sagt sie damals in einem Interview.
Marlies Raich ist 2004 die ganz große Siegerin: Sie gewinnt, damals noch als Marlies Schild, sowohl den Riesentorlauf als auch den Slalom. „Natürlich hört man das Publikum bis hinauf und da steigt die Spannung schon, aber es treibt auch an und das war ein richtiger Spaß“ so Schild nach ihrem Sieg.
Für den bisher letzten Erfolg einer Österreicherin sorgt Anna Veith, damals noch als Anna Fenninger, 2012 im Riesentorlauf. „Die Läufe, die ich hatte, habe ich, glaube ich, schon realisiert, aber dass das dann solche Ausmaße hat, das muss ich erst verdauen. Aber morgen geht es dann, glaube ich, schon besser“, so Veith damals nach ihrem Sieg.
Winter-Residenz der Ski-Stars
Heuer wurde die Strecke wegen Schneemangels zwar verkürzt, trotzdem möchte man seinem Ruf als „Winter-Residenz“ der Ski-Elite wieder gerecht werden. Mit dabei sein wird auch Mikaela Shiffrin, die sich am Semmering scheinbar besonders wohlfühlt. 2016 und 2022 gewinnt sie hier jeweils drei Rennen innerhalb von drei Tagen – siebenmal hat sie hier insgesamt triumphiert. Wer heuer das Rennen macht, wird sich noch zeigen.