Messungen
So sauber ist die Luft in Niederösterreich
02.01.2026Die Luftqualität im Land liegt auch im Jahr 2025 auf einem sehr guten Niveau. Das zeigen die Messungen des niederösterreichischen Luftgütemessnetzes mit rund 40 Messstellen, die die Luftqualität im ganzen Land rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr – überwachen.
Der Blick auf die langfristige Entwicklung macht deutlich: Die Belastung durch Luftschadstoffe ist seit vielen Jahren klar rückläufig. "Wir können aufatmen, die Feinstaubbelastung ist in den letzten zehn Jahren um rund ein Drittel gesunken,“ gibt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf aktuelle Zahlen bekannt. „Saubere Luft ist ein zentraler Teil der Lebensqualität. Auch beim Stickstoffdioxid verzeichnen wir Rückgänge um rund 40 Prozent. Wir setzen auf moderne Lösungen und Entscheidungen mit Hausverstand – und genau das bringt spürbare Verbesserungen für die Menschen im Land“, betont Pernkopf.
Verbesserungen in mehreren Bereichen
Der Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass sich die Luftqualität in mehreren Bereichen verbessert hat. Im Zeitraum von 2015 bis 2025 gingen alle zentralen Luftschadstoffe deutlich zurück: Stickstoffdioxid (NO₂) um 39 Prozent, Feinstaub PM10 um 30 Prozent und Feinstaub PM2,5 um 29 Prozent. Besonders langfristig wirkt das NÖ Feinstaubprogramm: Seit dem Jahr 2006 konnte die PM10-Belastung von 28 µg/m³ auf 14 µg/m³ gesenkt und damit halbiert werden.
Konkret lag der Jahresmittelwert 2025 für Feinstaub PM10 bei 14 µg/m³, für Feinstaub PM2,5 bei 10 µg/m³ und für NO₂ Stickstoffdioxid bei 11 µg/m³. Während NO₂ und PM2,5 damit auf dem sehr guten Niveau des Vorjahres liegen, konnte der PM10-Wert gegenüber 2024 sogar um 1 µg/m³ weiter gesenkt werden. Ohnehin liegen damit sämtliche Werte deutlich unter den geltenden gesetzlichen Grenzwerten.
Die Gründe
"Dass die Luft heute sauberer ist, hat klare Gründe: moderne Heizungen, sauberere Fahrzeuge und neue Technologien. Die gute Luftgüte ist das Ergebnis vieler richtiger Entscheidungen. Und diesen Kurs halten wir – aus Liebe zum Land, für Land und Leute“, so der LH-Stellvertreter.
Konkret zeigt sich das in vielen Bereichen des Alltags: Heizkesseltauschprogramme und der Ersatz alter Anlagen sorgen dafür, dass weniger Schadstoffe entstehen. Energetische Sanierungen und bessere Dämmungen senken den Energieverbrauch. Und auch im Verkehr sowie in der Land- und Forstwirtschaft führen moderne Technik und neue Maschinen dazu, dass heute deutlich sauberer gefahren und gearbeitet wird als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.
Rückgang des Schadstoff-Ausstoßes
Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der gemessenen Belastungen in der Luft ist der deutlich gesunkene Ausstoß von Schadstoffen. Das zeigen die Daten der aktuellen Bundesländer-Luftschadstoff-Inventur des Umweltbundesamts: In den vergangenen zehn Jahren wurden in Niederösterreich rund 42 Prozent weniger Stickoxide, 17 Prozent weniger PM10 und 27 Prozent weniger PM2,5 ausgestoßen. Weniger Ausstoß bedeutet langfristig auch weniger Belastung in der Luft – auch wenn Wetter, Saharastaub oder Ferntransport einzelne Jahre beeinflussen können. „Entscheidend ist, dass wir weniger Schadstoffe verursachen. Wenn der Ausstoß sinkt, zeigt sich das auch in den Messungen – mit besserer Luft für die Menschen im Land“, erklärt Pernkopf abschließend.