Sitzung

So steht es um den Dom zu St. Pölten

13.03.2026

Dritte Kuratoriumssitzung zur Generalsanierung des Doms St. Pölten: Im Anschluss informierten die Landeshauptfrau, Diözesanbischof Alois Schwarz, Bürgermeister Matthias Stadler, der Präsident des Bundesdenkmalamtes Christoph Bazil sowie Vereinsobmann Herbert Klenk über den aktuellen Stand.

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© NLK Filzwieser
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"Der Dom St. Pölten ist nicht nur ein beeindruckendes Bauwerk, sondern das spirituelle Zentrum der Diözese und ein zentraler Ort für unsere Landeshauptstadt“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Der Dom sei zudem „sichtbares Symbol für unsere christlichen Wurzeln und unser Selbstverständnis in Niederösterreich.“ Niederösterreich sei ein christlich geprägtes Land, „dazu stehen wir, das ist unsere Haltung“, betonte Mikl-Leitner. Gerade in herausfordernden Zeiten seien Kirchen, Stifte und Klöster geistliche Kraftwerke für die Menschen, um innezuhalten und Orte, an denen Gemeinschaft entstehe. „Wir haben daher eine Verantwortung: Das kulturelle und spirituelle Erbe, das wir von früheren Generationen übernommen haben, an die nächsten Generationen weitergeben“, führte sie aus.

Die Landeshauptfrau erklärte weiters, dass die Dom-Sanierung gerade heuer noch mehr ins Zentrum der Anstrengungen rücke. „Wir feiern heuer 40 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten und der Dom ist das Herz dieser Stadt. Deshalb sanieren wir ihn Schritt für Schritt, damit er bald wieder in neuem Glanz erstrahlt und so auch die gesamte Landeshauptstadt in neuem Glanz erstrahlt.“ Überdies sei der St. Pöltner Dom ein kulturelles Zentrum, das zahlreiche Pilgerinnen und Pilger sowie Besucherinnen und Besucher anziehe. „Die Generalsanierung des Doms ist daher auch ein wichtiger Beitrag für den Kulturtourismus in Niederösterreich.“

Für das Land NÖ sei die Generalsanierung des Doms eines der größten Denkmalpflegeprojekte in Niederösterreich. Bis 2031 saniere man den Dom in acht Bauetappen - insgesamt umfasse das Projekt die Sanierung der Fassaden, die Neueindeckung von Kirchenschiff und Apsis, die Sanierung des Kreuzgangs sowie die Restaurierung des Innenraums. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund acht Millionen Euro, das Land Niederösterreich übernimmt davon 20 Prozent“, so Mikl-Leitner. Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen der ersten beiden Bauetappen zählten unter anderem die Sanierung des Turms sowie der Westfassade in Richtung Domplatz. „Die Arbeiten sind gut, planmäßig und zum Glück auch unfallfrei verlaufen“, betonte sie. In der heutigen Kuratoriumssitzung habe man die nächste Bauetappe 2026 und 2027 beschlossen. „In dieser Etappe stehen die Neueindeckung des Langhausdaches sowie die Sanierung der Fassaden auf der Nord- und Südseite im Mittelpunkt, wo rund 1.100 Quadratmeter Dach neu gedeckt und auch die Fenster saniert werden.“

Die Landeshauptfrau sprach abschließend von der Generalsanierung als bedeutendes Gemeinschaftsprojekt von Land NÖ, Diözese St. Pölten, Stadt St. Pölten, Bundesdenkmalamt und dem Spendenverein. „Diese breite Partnerschaft zeigt, welchen Stellenwert der Dom für unsere Region hat.“

Bischof Alois Schwarz sprach von „großer Freude, dass dieses so denkwürdige Bauwerk auch mit Blick auf die Zukunft erhalten werden kann.“ Es sei aber auch eine Notwendigkeit, den Dom zu sanieren, „um den Gläubigen einen renovierten Ort zurückzugeben, an dem Einkehr ohne Klagen möglich ist.“

Der St. Pöltner Bürgermeister, Matthias Stadler, erklärte: „Der Dom und auch der Domplatz mit seiner reichen Geschichte und Entwicklung war schon immer der Mittelpunkt unserer Stadt und das wollen wir den Menschen näherbringen.“ Dies gelinge durch viele Veranstaltungen und Aktivitäten, gerade auch anlässlich der Jubiläumsfeiern zu „40 Jahre Landeshauptstadt“.

Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes, betonte unter anderem: „Ein Drittel unserer Baudenkmale steht im Eigentum der Kirche, damit ist die Kirche der größte Denkmalpfleger des Landes.“ Er hob hervor: „Die Denkmale der Kirche sind nicht nur herausragende Werke der Kunst, Kultur und Geschichte, sondern vor allem Denkmale, die für alle Menschen offen zugänglich sind.“

Vereinsobmann Herbert Klenk sprach vom Ziel, acht Millionen Euro in acht Jahren für die Sanierung des Doms St. Pölten zu lukrieren. Große Unterstützung habe man von Land, Stadt und Bund, „den Rest in Höhe von fünf Millionen müssen wir als Diözese St. Pölten, als Dompfarre und als Spendenverein aufbringen.“ Dazu organisiere man zahlreiche Veranstaltungen im Jahreskreis der Stadt. „Für die Bauetappe 2026/2027 gilt es, 1,5 Millionen Euro zu sammeln. Dazu werden wir heuer im Herbst unter anderem ein Fundraising Dinner im Dom veranstalten und für 2027 ist bereits ein großes Konzert im Festspielhaus geplant.“