Ernte beginnt

Spargel-Boom startet – aber Krieg verteuert alles

23.04.2026

Jetzt geht's los! Die Spargelsaison läuft diese Woche so richtig an. Nach dem kühlen Oster-Dämpfer sorgen warme Sonnentage endlich für Volldampf auf den Feldern.  

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© APA/KEYSTONE/ANDREAS BECKER
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Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger freut sich: „Warme, sonnenreiche Tage sorgen jetzt für ideale Wachstumsbedingungen."

Wahnsinniges Wachstum – bis zu 12 cm pro Tag!

Grünspargel schießt bei Wärme mit bis zu 12 Zentimetern täglich aus dem Boden, weißer Spargel schafft immerhin 5 bis 6 cm. Kalt? Dann wächst er zehnmal langsamer. Marchfeld-Spargel-Chef Werner Magoschitz erklärt: Im Vorjahr wurden stolze 2.800 Tonnen geerntet – heuer hängt alles vom Wetter der nächsten Wochen ab.

Marchfeld ist Spargel-Hochburg Nummer eins

Fast zwei Drittel des österreichischen Spargels kommen aus dem Marchfeld in Niederösterreich. Dahinter folgt Oberösterreich mit 18 Prozent – das Edelgemüse wächst mittlerweile sogar bis nach Vorarlberg. Ab Mitte Juni ist aber Schluss: Dann lohnt sich die Ernte wirtschaftlich nicht mehr.

Iran-Krieg trifft Bauern brutal

Doch die Stimmung ist getrübt – und zwar gewaltig. Der Iran-Krieg schlägt voll auf die Spargelbauern durch! Explodierte Dieselpreise reißen je nach Betrieb Löcher von bis zu fünfstelligen Beträgen in die Kassa. Moosbrugger schlägt Alarm: Kühlung, Sortierung, Verpackung – überall steigen die Kosten dramatisch.

Bauern fordern Diesel-Hilfe zurück!

Die Forderung ist klar: Die Ende 2025 abgeschaffte Steuerbegünstigung für Agrardiesel muss sofort zurück! Denn im EU-Vergleich zahlen österreichische Bauern ohnehin schon überdurchschnittlich viel – und der Krieg macht alles noch schlimmer. Ohne rasche Hilfe droht heimischen Spargel-Betrieben ein massiver Wettbewerbsnachteil.