Leuchtturmprojekt
Baustart: Spatenstich für Europacampus in Hainburg erfolgt
23.03.2026Das groß angelegte Zukunftsprojekt für Bildung, Forschung und Innovation entsteht bis Sommer 2028. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf waren am Montag beim Spatenstich des niederösterreichischen Leuchtturmprojekts.
Am heutigen Montag erfolgte in Hainburg der Spatenstich für den "Europacampus". Als Baustart wurde Juni 2026 ausgegeben, die Fertigstellung ist für Sommer 2028 anberaumt. Insgesamt investiert das Land Niederösterreich 19 Millionen Euro in die Ausstattung der Forschungslabore und für den laufenden Betrieb.
Vor Ort waren neben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auch ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf und Bürgermeister Johannes Gumprecht (alle ÖVP) sowie der Rektor der Technischen Universität Wien Jens Schneider, der Geschäftsführer der University of Applied Sciences St. Pölten Hannes Raffaseder und Eduard Halmschlager als Grundeigentümer und Projektentwickler.
Wissensstandort für starke Zukunft
Mit dem Spatenstich lege man nicht nur den Grundstein für ein Gebäude, sondern für einen neuen Wissensstandort, für neue Chancen und für eine starke Zukunft dieser Region und Niederösterreichs, wie es in der offiziellen Presseaussendung heißt. Künftig werden hier rund 480 Studierende ausgebildet, und es entstehen rund 200 Arbeitsplätze in der Forschung. Geforscht werde an zentralen Zukunftsthemen sowie an grünen Technologien und intelligenten Regionen gearbeitet.
Der Europacampus Hainburg stehe für eine neue Dimension der Zusammenarbeit von Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, einen international ausgerichteten Bildungs- und Forschungsstandort mit Schwerpunkt auf Zukunftsthemen wie Green Technologies, nachhaltige Innovationen und angewandte Wissenschaft zu schaffen.
Stimmen zum Spatenstich
"Heute ist ein ganz wichtiger Tag, an dem man spürt: Hier in Hainburg entsteht etwas ganz Großes. Etwas mit Strahlkraft weit über Niederösterreich hinaus", so LH Johanna Mikl-Leitner. "Der Europacampus Hainburg wird ein Ort sein, an dem aus Ideen konkrete Lösungen der Zukunft werden", führte sie weiter aus und sprach davon, dass dieser "Campus ein ganz zentrales Projekt ist, das im Einklang mit unserer Wirtschaftsstrategie 2030+ und unserer Hochschulstrategie 2030+ steht. Dieses Projekt unterstreicht unseren Anspruch: Niederösterreich zu einem der innovativsten und forschungsstärksten Standorte Europas zu machen." Und: "In Hainburg werden neue Technologien erarbeitet, die echte Probleme lösen – zum Wohle der Gesellschaft. Kurzum: Hier wird nicht über die Zukunft geredet, hier wird die Zukunft entwickelt ... Für die Region bedeutet dieser Campus mehr Arbeitsplätze, mehr Wertschöpfung und mehr Wohlstand. Ein Leuchtturmprojekt."
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ergänzte, dass "Wissenschaft und Forschung das Leben der Menschen in Niederösterreich besser machen sollen. Das leisten unsere Fachhochschulen und Bildungseinrichtungen bereits jetzt. Hier in Hainburg entsteht eine weitere Bildungs- und Forschungswerkstatt, die für die Zukunft unseres Landes ganz wichtig ist." Es brauche diese Werkstätten, um Talente anzuziehen und Wissen zu generieren. "Wir versuchen, die beste Infrastruktur zu schaffen, und schaffen ein Umfeld, in dem Zukunft entstehen kann. Es geht nicht nur um abstrakte Wissenschaft, sondern darum, sie im Alltag umsetzen zu können", sagte er und führte weiter aus: "Wir wollen hier am Europacampus ein Zentrum schaffen, das über die Region hinausstrahlt. Gerade in der Forschung und Wissenschaft gilt: Je besser und intensiver die Zusammenarbeit ist, desto besser werden die Ergebnisse. Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. Das soll der Europacampus leisten."
"Der Europacampus Hainburg steht – wie die TU Wien – für die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Wirkung. Er schafft ein Umfeld, in dem Erkenntnisse aus der Forschung gezielt in innovative Anwendungen überführt werden – im engen Austausch mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und über nationale Grenzen hinweg. Seine starke europäische Vernetzung eröffnet neue Horizonte und macht den Campus zu einem Ausgangspunkt zukunftsweisender Entwicklungen für Europa", erklärte TU-Rektor Jens Schneider.