Weinviertel-Süd

Standort fixiert: In Stockerau entsteht Landesklinikum Weinviertel-Süd

20.04.2026

Die Standortfindungskommission bewertete bei der Findung insgesamt 14 eingemeldete Grundstücke. Das neue Schwerpunktspital vereint künftig die bestehenden Häuser in Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau.

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Das Landesklinikum Weinviertel-Süd wird in Stockerau entstehen. Zu dem Schluss kam eine Standortfindungskommission nach der Bewertung von 14 eingemeldeten Grundstücken, teilte Landesrat Anton Kasser (ÖVP) am Montag bei einer Pressekonferenz mit. Das neue Spital vereint die bestehenden Häuser in Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau. Nach Fertigstellung soll es ebenso als Schwerpunktspital dienen wie der künftig als Klinikum Weinviertel-Nord firmierende Standort in Mistelbach.

© NÖ Landesgesundheitsagentur

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Gebaut wird das Landesklinikum Weinviertel-Süd im Bereich Stockerau-Alte Au, sagte Kasser in St. Pölten. Dieser Standort habe "mit Abstand das Rennen gemacht". Auch das von der Kommission am zweitbesten bewertete Grundstück sei in Stockerau gelegen. Als Umsetzungszeitraum für das Klinikum wurden die kommenden zehn bis 15 Jahre angegeben. 700 Betten und 100 ambulante Betreuungsplätze sind angedacht.

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Das neue Klinikum Weinviertel-Süd soll laut Plan über Spezialisierungen in zahlreichen Disziplinen verfügen. Geboten werden soll nicht nur die Versorgung umliegender Bezirke, sondern in der Rolle als Partnerklinikum auch eine spezialisierte Versorgung von Patienten anderer Standorte in der Region, wurde betont. Das Schwerpunktklinikum Weinviertel-Nord in Mistelbach wiederum wird als Pendant auch ab 2040 ein unverändertes Leistungsspektrum bieten. Generell bleiben sämtliche Strukturen aufrecht, "bis neue geschaffen werden", unterstrich Landesrat Martin Antauer (FPÖ).

Weitere Neuerungen in der Region

Die Errichtung des neuen Spitals sieht die Landespolitik in einem großen Bild der Gesundheitsversorgung im Weinviertel. Begleitende Maßnahmen sollen ebenfalls umgesetzt werden. In Hollabrunn wird demnach ein Gesundheits- und Pflegecampus mit 288 Betten umgesetzt. Inkludiert sind hier ein Pflege- und Betreuungszentrum mit 144 Betten, ein psychosoziales Zentrum, ein Mutter-Kind-Haus sowie eine Tagesstätte für Senioren.

Ebenfalls in Hollabrunn entstehen wird ein Ambulatorium. Bieten soll es fachärztliche Leistungen sowie OP-Möglichkeiten wie Konisationen, Kürettage, Polyp-Abtragungen, Hysteroskopien und Laparoskopien. Aufgewartet wird mit einem Frauengesundheitszentrum, ebenfalls vorhanden sein werden Erst- und Akutversorgung.

Ausbildungscampus in Korneuburg

In Gänserndorf wird es zusätzlich zu einer Primärversorgungseinheit - diese entstehen generell in jeder Bezirkshauptstadt - und einem Notarztstützpunkt eine weitere medizinische Versorgungseinheit geben. Die exakte Ausgestaltung ist derzeit noch in Abstimmung. Korneuburg wiederum erhält einen neuen Ausbildungscampus. Die bestehende Klinik wird dafür adaptiert und soll eine realitätsnahe Atmosphäre bieten. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) hob die "exzellente Lage" vor "den Toren Wiens" hervor, die "die jungen Menschen in Niederösterreich halten soll".

Die Realisierung des Landesklinikums Weinviertel-Süd war einer der Kernpunkte des im Vorjahr im Landtag beschlossenen "Gesundheitsplan 2040+". Entstehen soll ein Krankenhaus mit regionalen Schwerpunktfunktionen. Bis zur Inbetriebnahme sollen die bestehenden drei Häuser noch stärker kooperieren, wurde als Ziel ausgegeben.

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