Demo in Melk
Verein gegen Tierfabriken protestiert wegen Rinderexporten nach Algerien
01.04.2026Der VGT demonstrierte am Mittwoch bei einer Demonstration vor der Berglandhalle in Melk gegen die Rinder-Versteigerung vor Ort.
Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat anlässlich einer Rinder-Versteigerung am Mittwoch vor der Berglandhalle im Bezirk Melk in Niederösterreich für ein Ende von Viehtransporten in Drittländer wie Algerien demonstriert. Verlangt wurde ein "Exportstopp schwangerer Rinder in Tierschutz-Hochrisikostaaten". Als Hauptkritikpunkt gelten laut Aussendung dort übliche Schlachtmethoden ohne Betäubung. In einer Petition wird eine maximale Transportdauer von acht Stunden verlangt.
Exportfirmen, die schwangere Kalbinnen von Milchbetrieben erwerben, um sie in Drittländer wie Algerien oder Aserbaidschan zu verkaufen, seien regelmäßig auf derartigen Veranstaltungen vertreten, hieß es. Kritisiert wurde der Umgang mit den Tieren während Versteigerungen und beim Transport sowie während der Haltung und bei der Schlachtung in diesen Ländern. Algerien war 2025 das wichtigste außereuropäische Rinderexportziel, 8.860 Tiere wurden dorthin transportiert. Auf Platz zwei folgte Aserbaidschan mit 592 Rindern.
"Viele dieser riskanten Tiertransporte nehmen bei Versteigerungshallen ihren Ausgang und erfolgen zum Teil auch per Schiff. Diese tierquälerische Praxis muss ein Ende haben", verlangte VGT-Campaignerin Isabell Eckl.