Firmenpleiten
Verhaltener Jubel: Niederösterreich trotzt Bundestrend bei Insolvenzen
19.03.2026Während ganz Osterreich schon zittert, trotzt Niederösterreich scheinbar der Krise – mit11,5 Prozent weniger Insolvenzen.
Die Zahlen sind da – und sie machen Hoffnung! Während bundesweit die Firmenpleiten um sechs Prozent gesunken sind, hat Niederösterreich mit einem Minus von 11,5 Prozent den Vogel abgeschossen. 276 Insolvenzen gab es heuer bisher im Land – das sind deutlich weniger als noch im Vorjahr. Obwohl man natürlich dazu sagen muss: das sind immer noch 276 Insolvenzen zu viel.
Experten bremsen Jubel – "noch keine Trendumkehr"
Doch halt! KSV-1870-Chef Karl-Heinz Gotze dampft die Euphorie sofort ein: "Die Firmenpleiten liegen weiterhin auf einem hohen Niveau", warnt der Insolvenz-Experte. Ein "positiver Funke" sei es – mehr aber nicht. Und das globale Chaos – Nahost-Krieg, USA-Zollstreit – macht jede Prognose für 2026 zur Zitterpartie.
Gastronomie am Limit
Besonders bitter: Die Beiseln und Restaurants sind massiv unter Druck. Hohe Betriebskosten, wenig Gewinn, starke Konkurrenz – und dann noch Personalmangel, der die Öffnungszeiten schrumpfen lasst. Kurzum: weniger Stunden offen bedeuten auch weniger Einnahmen bedeuten mehr Pleiten. Ein Teufelskreis!
Schock: 4.000 Euro für Insolvenz? Viele können's nicht zahlen!
Das Krasseste an der ganzen Geschichte: Immer mehr Betriebe können sich ihr eigenes Insolvenzverfahren nicht leisten! Die 4.000 Euro Mindestkosten sind für viele schlicht nicht drin. Die Zahl der mangels Masse abgelehnten Falle stieg um fast fünf Prozent – ein Alarmzeichen.