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Wiener Netze: Neues Betriebsgebäude Purkersdorf eröffnet

19.03.2026

Purkersdorf ist die Betriebseinsatzzentrale für das westliche Versorgungsgebiet der Wiener Netze. In den vergangenen 15 Monaten wurde ein neues Betriebsgebäude errichtet. Oberstes Ziel: Kurze Reaktionszeiten und Wege bei der Behebung von Stromversorgungsunterbrechungen in der Region. 

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© Wiener Netze/Manfred Tucherl
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Die ursprüngliche Betriebsstelle Purkersdorf an der Wienzeile 9 entsprach nach Jahrzehnten nicht mehr den aktuellen Nutzungsanforderungen. Inmitten eines Wohngebiets gelegen, das sich über die Jahre dort entwickelt hat, suchten die Wiener Netze nach einem geeigneteren Standort und wurden an der Stadlhütte am Wienerwaldsee fündig. Die MA 31 Wiener Wasser veräußerte das Gelände eines nicht mehr genutzten Absetzbeckens, das damit einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden konnte. „Der neue Standort bietet ideale Bedingungen für unser Betriebsteam hier in Purkersdorf“, freut sich Gerhard Fida, Vorsitzender der Geschäftsführung bei den Wiener Netzen. „Wir sind nun außerhalb des Wohngebiets angesiedelt und stören bei Zu- und Abfahrten keine Anrainer*innen. Das neue Betriebsgelände bietet ausreichend Lagerfläche und Raum für notwendige Arbeitsvorbereitungen. Und wir nutzen ein ehemaliges Betriebsgelände der MA31 Wiener Wasser sinnvoll nach und erreichen damit eine Win-Win-Situation für die Gemeinde.“

Hoher technischer Gebäudestandard und nachhaltige Bauweise

Auf rund 1.600 Quadratmeter Grundfläche sind moderne Büroarbeitsplätze, Lagerflächen, Garagen sowie Flächen für die notwendigen Arbeitsvorbereitungen untergebracht. Nachhaltigkeit war ein Leitprinzip des Bauprojekts. „Der Bau wurde in moderner Holz-Betonbauweise ausgeführt“, so Fida. „Dabei konnte ein beträchtlicher Teil des Altbetons der vormaligen MA31-Anlagen wiederverwertet werden.“ Die Wärmeversorgung erfolgt klimaschonend über eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Der Strom stammt aus der eigenen PV-Anlage. Wärmeabgabe und Raumkühlung erfolgen über den Fußboden, ebenso werden Kühlregister (Lüftungsanlage), Kühlsegel und ein Umluftkühler (Server- und Elektrotechnik-Raum) eingesetzt. Ein begrüntes Flachdach fügt sich optisch gut in die Umgebung ein. Insgesamt haben die Wiener Netze rund 7 Mio. Euro in den neuen Betriebsstandort und damit in die Versorgungssicherheit der Region investiert.