Auftakt
WKNÖ-Neujahrsempfang im Zeichen starker Interessensvertretung
12.01.2026Mit einer Kombination aus Optimismus und Tatkraft standen die wirtschaftlichen Herausforderungen und Perspektiven des neuen Jahres im Mittelpunkt des traditionellen Neujahrsempfangs der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) im Palais Niederösterreich.
Gäste aus Wirtschaft, Sozialpartnerschaft, öffentlichem Leben und Politik nahmen daran teil – darunter Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sowie Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich.
Mikl-Leitner: "Unternehmerische Freiheit stärken"
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) betont: "Wir müssen die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich stärken. Alles, was wir als Land Niederösterreich tun können, tun wir – und wir gehen dabei unseren eigenständigen Weg. Mit unserer neuen Umbauordnung senken wir die Hürden bei Sanierungen deutlich und unterstützen damit gezielt Häuslbauer sowie die Bauwirtschaft. Die großen Hebel liegen aber auf Bundesebene. Viele Maßnahmen wurden beschlossen, doch die Herausforderungen sind groß – da muss die Bundesregierung liefern. Entscheidend ist, Wirtschaft und Arbeit zu entlasten: Die vorgesehene Lohnnebenkostensenkung muss ab 2027 kommen, die Energiekosten müssen spürbar sinken, der Industriestrompreis angelehnt an Deutschland bis 2030 verlängert werden, und es braucht weitere Entbürokratisierungsmaßnahmen – weniger Hemmnisse und mehr unternehmerische Freiheit.“
Hattmannsdorfer: "2026 wird Jahr der Wirtschaft sein"
Für Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmansdorfer (ÖVP) bleibt die wirtschaftliche Situation trotz zartem Anzeichen des Aufschwungs herausfordernd: "Es liegt an uns, gemeinsam die Stimmung zu verbessern. Als Bundesregierung liefern wir konsequent und verbessern die Rahmenbedingungen beispielsweise durch die Reform des Strommarktes. Nächster großer Schritt in diesem Jahr wird die Umsetzung der Industriestrategie. Ich bin überzeugt, dass 2026 das Jahr der Wirtschaft wird. Ein Jahr des Comebacks von Leistung, Eigenverantwortung und Zuversicht. Mehr Freiheit und weniger Staat bringen unseren Standort zurück auf die Überholspur.“
Ecker: Unternehmer brauchen eine "starke Interessensvertretung"
"Unsere Unternehmen stehen unter enormem Druck: hohe Kosten, zunehmende Bürokratie und eine spürbare Unsicherheit bei Investitionen bremsen Wachstum und Zuversicht. Viele Betriebe kämpfen derzeit nicht um Expansion, sondern um Stabilität und Planbarkeit. Gerade deshalb ist klar: Wirtschaft ist immer Teil der Lösung. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sichern Arbeitsplätze, halten die Regionen lebendig und übernehmen Tag für Tag Verantwortung für Gesellschaft und Standort. Dafür brauchen sie mehr unternehmerische Freiheit, verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke Interessenvertretung. Als Wirtschaftskammer Niederösterreich stehen wir genau dafür: Wir geben den Betrieben eine klare Stimme, setzen uns konsequent für Entlastung, Wettbewerbsfähigkeit und Verlässlichkeit ein und tragen Verantwortung für wirtschaftliche Stabilität und sozialen Zusammenhalt in unserem Land“, betont Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich.