Budgetstrenge

Wohnverband gegen Erhöhung der Grundsteuer

08.02.2026

Der Niederösterreichische Haus- und Wohnungseigentümerverband spricht sich klar gegen jede Form der Erhöhung der Grundsteuer aus.  

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© APA/ÖFM STÜBING
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Eine zusätzliche Belastung würde Eigentümer, Mieter und Betriebe gleichermaßen treffen, heißt es in einer Presseaussendung des Niederösterreichischen Haus- und Wohnungseigentümerverbandes. Die Wohnkosten würden sich dadurch weiter erhöhen und Investitionen gefährden. Österreich brauche strukturelle Reformen und eine konsequente Ausgabendisziplin – keine höheren Steuern.

Grundsteuer trifft breite Bevölkerung

Die Grundsteuer ist eine Massensteuer. Sie betrifft nicht nur Haus- und Wohnungseigentümer, sondern auch hunderttausende Mieterinnen und Mieter, da sie über die Betriebskosten weiterverrechnet wird.

Wohnen würde weiter verteuert

Die Wohnkosten in Österreich sind bereits hoch, so der Verband. Eine Erhöhung der Grundsteuer würde Mieten weiter steigen lassen, den Erwerb von Eigentum erschweren und notwendige Investitionen in Sanierung und Neubau bremsen. Das wäre ein Rückschlag für leistbares Wohnen und die Eigentumsbildung der Mittelschicht.

"Österreich hat ein Ausgabenproblem – kein Einnahmenproblem"

Rechnungshofberichte und Stellungnahmen von Organisationen wie der Wirtschaftskammer Österreich oder dem Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbund (inkl. NÖ Haus- und Wohnungseigentümerverband) zeigen seit Jahren: Die öffentlichen Ausgaben steigen, ineffiziente Strukturen bleiben bestehen, Doppelgleisigkeiten verursachen hohe Kosten. Zentraler Satz des Verbandes: "Bevor Bürgerinnen und Bürger stärker belastet werden, müssen Bund, Länder und Gemeinden ihre eigenen Strukturen modernisieren und Einsparpotenziale nutzen."

Standortgefährdung und Investitionshemmnis

Eine höhere Grundsteuer würde Investitionen in Immobilien, Betriebe und ländliche Regionen schwächen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauche Österreich Anreize für Investitionen – nicht zusätzliche Hürden.

"Es ist nicht akzeptabel, dass Gemeinden und staatliche Stellen reflexartig nach Steuererhöhungen rufen, während ineffiziente Strukturen unangetastet bleiben“, betont Rudolf Preyer, Präsident des Niederösterreichischen Haus- und Wohnungseigentümerverbandes.

Die notwendigen Schritte seien für den Verband klar:

  • • Verwaltung modernisieren
  • • Bürokratie abbauen
  • • Alle Ausgaben lückenlos evaluieren
  • • Digitalisierung vorantreiben
  • • Kostenkontrolle sicherstellen

Erst wenn diese Maßnahmen umgesetzt sind, dürfte überhaupt über neue Einnahmen diskutiert werden.