Anrainer fordern

Wolfsgraben will höhere Lärmschutzwände

17.05.2026

Rund 100 Bewohner der Heimbautal-Siedlung kämpfen gegen den dröhnenden Lärm der A1 und fordern nun höhere Lärmschutzwände. 

Zur Vollversion des Artikels
© Getty Images
Zur Vollversion des Artikels

Seit Jahren ist die Westautobahn für die Wolfsgrabener Alltag, doch die Geräuschkulisse wird zunehmend zur Belastung. Ein Erdwall und bestehende Lärmschutzwände reichen vielen nicht mehr. Früher schützte ein alter Baumbestand, der vor dreieinhalb Jahren gefällt wurde, die Anrainer. Seitdem sei Schlaf bei offenem Fenster kaum noch möglich.

Die Diskussion in der Siedlung ist gespalten: Rund 800 Menschen leben in der Nähe der Autobahn, viele akzeptieren den Lärm als Teil ihres Lebens, andere kämpfen für mehr Ruhe. Bürgermeister Lautner organisierte ein Treffen mit der ASFINAG, doch konkrete Lösungen blieben aus. Erst in sechs Monaten soll eine Lärmberechnung Klarheit bringen. Ob es danach zu einer Messung kommt, ist noch offen.

Die bestehenden Wände sind 5,5 Meter hoch und erreichen an der Böschung stellenweise 13,5 Meter. Täglich rollen hier rund 25.000 Fahrzeuge vorbei, ohne dass die Verkehrsbelastung gestiegen wäre. Die ASFINAG verweist zudem auf passive Schutzmaßnahmen wie schalloptimierte Fenster. Ob höhere Wände, Tempo 100 oder neue Fenster - die Anrainer wollen endlich Ruhe von der Autobahn.