Umstürzende Griller

700 Verletzte pro Grillsaison: Brandverhütung gibt Sicherheitstipps

06.05.2025

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit zwei Drittel der Verletzten Männer - Benzin als fataler Beschleuniger - Falsches Entsorgen der Kohle aber Brandursache Nummer eins - BILD

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OÖ. Auch wenn die Temperaturen der ersten Maiwoche nicht unbedingt dafür sprechen, aber mit diesem Monat hat laut Statistik die Grillsaison begonnen, die bis Ende August dauert. Aus Sicht des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) bedeute dies, so Armin Kaltenegger, rund fünf Verletzte pro Tag, von den insgesamt 700 pro Saison sind zwei Drittel Männer und ein Fünftel Kinder. Mit der Brandverhütungsstelle Oberösterreich gab der KFV am Dienstag in Linz Sicherheitstipps.

Nachdem das Grillen zu 90 Prozent in Österreich Männersache sei, sind sie auch am meisten von Verletzungen betroffen. Dass auch die Zahl der Kinder recht hoch sei, erklärte Kaltenegger damit, dass sie etwa von umstürzenden Grillern getroffen werden. Die häufigsten Verletzungen sind mit 54 Prozent Brandwunden, 39 Prozent sind Schnittwunden und acht Prozent Knochenbrüche. Als Ursache nannte Kaltenegger Ablenkung, Hektik und Unachtsamkeit. Vor allem das nach wie vor gerne verwendete Benzin - etwa aus dem Rasenmäher - als Zündbeschleuniger habe fatale Auswirkungen, demonstrierte die Brandverhütungsstelle (BVS). Bereits eine kleine Menge auf die Holzkohle gegossen, reichte für eine Stichflamme.

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Holzkohle mit ausreichend Wasser ablöschen

Die häufigste Brandursache sei jedoch das falsche Entsorgen der Asche. Viel zu früh werde sie auf den Komposthaufen oder in die Mülltonne geworfen. Es komme zum Glimmbrand, der in ein Feuer übergeht. Günther Schwabegger von der BVS rät daher, die Kohle drei Tage in einem Metalleimer auskühlen zu lassen oder mit ausreichend Wasser abzulöschen.

Bei Gasgrillern empfiehlt er regelmäßig die Schläuche auf Risse zu prüfen. Außerdem dürfe die Gasflasche nur stehend verwendet werden. Bei Gasgeruch sollte das Gerät umgehend ausgeschaltet werden.

Um beim Grillen mit Kohle - die mit Abstand am meisten verwendete Grillart in Österreich laut Schwabegger - nichts zu riskieren, könne neben festen Grillanzündern auch durch das Verhindern von herabtropfendem Fett eine Flammenbildung vermieden werden. Zudem sei es wichtig, den Griller auf einen festen Untergrund stabil in guter Entfernung zur (mit Styropor isolierten) Hauswand oder zum Holzzaun windgeschützt aufzustellen.

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