Arbeitsprogramm 2026

AMS setzt in Kursen heuer auf KI-Basisbildung

11.02.2026

Oberösterreich war im Jänner einziges Bundesland mit leicht rückläufiger Arbeitslosigkeit.

Zur Vollversion des Artikels
© Getty
Zur Vollversion des Artikels

. Die leicht positive Entwicklung am oberösterreichischen Arbeitsmarkt Ende 2025 und Anfang 2026 erlaubt einen optimistischen Ausblick ins neue Jahr. Im Industriebundesland Oberösterreich ist insbesondere der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Produktionssektor um 9,8 % und der gleich zeitige Zugang an offenen Stellen um 10,9 % in dieser Branche ein wichtiger Indikator für eine am
Arbeitsmarkt spürbare positive Konjunkturentwicklung. 

Die wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd, das AMS Oberösterreich bewegt sich dabei im Spannungsfeld einer nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit und eines knappen Budgets. „Gemeinsam mit Förderexpert_innen und relevanten Stakeholdern gilt es abzuwägen, welche Aus- und Weiterbildungsangeboten zur nachhaltigen Integration von Arbeitsuchenden in den
Arbeitsmarkt bereitgestellt werden können und welche langfristige Ausrichtung als Reaktion auf den Strukturwandel, der durch die Redimensionierungen im industriellen Sektor und demografische Entwicklungen getrieben ist, gewählt wird", sagt AMS-Landesgeschäftsführerin  Iris Schmidt.

Dem AMS OÖ stehen heuer knapp 158 Mio. Euro zur Verfügung (Vorjahr: 157,4 Mio. Euro). Das Budget ist ähnlich wie im Vorjahr und trägt die Auswirkungen der notwendigen Budgetkonsolidierung
des Bundes.  

Fachliche Ausbildungsschwerpunkte für 2026 sind:

  • Digitalisierung & KI als Teil der Basiskompetenzen in allen Aus- und Weiterbildungsangeboten
  • Umwelt/Nachhaltigkeit mit neuen Angebote wie den "Campus Nachhaltige Logistik und Mobilität auf Straße, Schiene oder dem Wasser", Bildungsangebot „Urban Gardening“ und sozialökonomischer Betrieb „Zero Waste Kitchen“
  • Pflege (z.B. Implacementstiftungen, Pflegestipendium)
  • Unternehmensnahe Qualifizierungen, u.a. Lehre für Erwachsene 

Mit Start Februar wird „JOIN MINT“ mit der mobilen Erlebniswelt durch Oberösterreich rollen und Schüler und Erwachsene, direkt bei Schulen, Jugendeinrichtungen und Veranstaltungen,
auf eine interaktive Reise in die Welt von Technologie, Innovation und den Zukunftsberufen mitnehmen. An Bord gibt es Stationen zu technischen Schlüsselthemen wie Robotik, Künstliche Intelligenz, grüne Transformation, Automatisierung, Sensorik und vernetzte Systeme. Diese sollen Interesse an technischen Berufen wecken.

Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit steigt besonders stark. Die Stabilisierung der Langzeitbeschäftigungslosigkeit bleibt in Anbetracht der schwachen Konjunktur und der knappen Ressourcen des AMS weiterhin die größte Herausforderung.  

Rudolf Moser von der Arbeiterkammer OÖ zeigt Potentiale auf: "Wenn drei Viertel der oberösterreichischen Betriebe ihre
Pflicht zur Beschäftigung begünstigt Behinderter nicht bzw. nur teilweise erfüllen, wird deutlich welches Potential hier besteht. Es wäre ein sinnvolles AMS-Landesziel für die nächsten Jahre, deren Anteil zu reduzieren."