Nur Böller?

Anschlag mit "Böllern" auf Bauernrebell

07.01.2010

Unbekannte haben drei Sprengsätze vor einem Gasthaus aus einem Auto geworfen.

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© Helmut Klein
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„Das war ein Anschlag gegen mich und die unabhängigen Bauern“, da ist sich Leo Steinbichler – bekannt als Bauernrebell, der aus dem Bauernbund flog – sicher. Der Böller-Anschlag traf am Dienstagabend das Gasthaus Schörgendorfer in Michaelnbach (Bez. Grieskirchen), in dem gerade eine Info-Veranstaltung stattfand.

Druckwelle
Auch die Schwester des Wirtes, Romana Schörgendorfer, ist schockiert: „Das waren keine Silvester-Kracher, das war was viel Größeres.“ 200 Gäste waren gegen 21.15 Uhr in dem Lokal am Dorfplatz, als plötzlich ein Auto vorfuhr und es dreimal knallte. Laut Polizei waren es nur Knallkörper, die die unbekannten Täter in den Gastgarten Richtung Eingangstür warfen. Schörgendorfer: „Die Druckwelle war so stark, dass es die Leute von den Bänken gehoben hat. Im Ort sind viele aus ihren Häusern gelaufen, weil sie den enormen Knall nicht zuordnen konnten.“ Viele hätten über Pfeifen im Ohr und Kopfschmerzen geklagt.

Steinbichler selbst traf es am schlimmsten: „Ich habe vor meiner Rede noch im Foyer eine geraucht.“ Ihn erwischte der Knall mit voller Wucht. „Ich habe ein wahnsinniges Pfeifen im Ohr“, das Spital Vöcklabruck attestierte ihm ein Knall-Trauma und wollte ihn 7 Tage stationär aufnehmen. „Das geht nicht“, so Steinbichler.

Feinde
Morgen ist die nächste Veranstaltung in Ried, der der Bauernrebell angespannt entgegenblickt. „Ich will niemanden vorverurteilen aber es gibt genug Gruppen, die kein Interesse an unseren Infos über die Missstände in der Agrarpolitik und den Betrug am Konsumenten haben.“

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