Cineasten

Film-Fieber in Linz beim Crossing Europe

17.04.2026

Das Crossing Europe Film Festival startet von 28. April bis 3. Mai durch - und zeigt sich dabei überraschend familiär!  

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© ORF
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Auffällig viele junge Filmschaffende beschäftigen sich heuer mit ihren ganz persönlichen Familiengeschichten. Insgesamt 133 Filme stehen auf dem Programm!

Die 80er sind zurück - und wie!

Das diesjährige Tribute ist einer ganzen Epoche gewidmet: dem europäischen Kino der 1980er-Jahre! Passend dazu eröffnet Chantal Akermans Musicalkomödie "Golden Eighties" aus dem Jahr 1986 das Festival. Weitere Opener sind der niederländisch-deutsche Spielfilm „Donkey Days" rund um eine dysfunktionale Familie sowie die Dokumentation „Dom", die eine junge Frau zurück in jenes bosnische Waisenhaus begleitet, in dem sie bis 1992 aufwuchs. Als Spätfilm läuft der ungarische Psychothriller „Feels like home" - in Ungarn wurde er als scharfe Autokratie-Kritik gefeiert und wurde wohl genau deshalb zum Publikumshit!

FESTIVAL-ALARM: Droht Crossing Europe die Verkleinerung?

Und jetzt kommt die Hiobsbotschaft: Das Festival kämpft mit einem Budget von knapp 980.000 Euro - und das wird immer knapper! Förderkürzungen, steigende Kosten und Ausgaben für Nachhaltigkeit und faire Bezahlung fressen das Budget auf. Festival-Leiterinnen Sabine Gebetsroither und Katharina Riedler schlagen Alarm: Die heurige Ausgabe könne noch in gewohnter Größe stattfinden - der Fortbestand in diesem Umfang sei künftig aber nicht mehr gesichert!

27.000 Euro Preisgelder winken

Die Preisverleihung steigt am 2. Mai. In vier Wettbewerbssektionen - Spielfilm, Dokumentation, Jugend und Local Artists - werden Preise im Wert von rund 27.000 Euro vergeben. Dazu kommen noch 3.000 Euro für den MIOB New Vision Award. Der 80er-Schwerpunkt wirft außerdem einen feministischen Blick auf die europäischen Mittelschichtmilieus jener Zeit - mit Klassikern wie dem Debütfilm der späteren niederländischen Oscar-Preisträgerin Marleen Gorris und einem Highlight des Black British Cinema.