Vier Rudel in OÖ
Leichterer Abschuss: EU-Parlament stimmt für niedrigen Wolfsschutzstatus
08.05.2025Aus der Landwirtschaft kommt viel Zustimmung, Tierschützer kritisieren die Änderung.
OÖ. In den vergangenen vier Wochen wurden in Oberösterreich mehr als zehn Wolfssichtungen gemeldet. Besonders häufig sind die Tiere im Mühlviertel anzutreffen, zuletzt in Engerwitzdorf und Bad Leonfelden. Es gibt mindestens vier Rudl. Im Vorjahr wurden sieben Wolfsrisse bestätigt.
Das Europäische Parlament hat am Donnerstag im Eilverfahren für eine Absenkung des Schutzstatus des Wolfes von „streng geschützt“ auf „geschützt“ gestimmt. Durch den neuen Status bekommen die Staaten bald mehr Flexibilität in puncto Abschussfreigabe.
Nach einem Realitätscheck beschließt das EU-Parlament im Eilverfahren die Änderung des Schutzstatus in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie). Oberösterreich, das bereits vor zwei Jahren ein nachhaltiges Wolfsmanagement etabliert hat, begrüßt die Umsetzung der lang geforderten Anpassung.
Oberösterreichs Landesrätin Michaela Langer Weninger (ÖVP) vertritt die Ansicht, dass der Wolf in der Region längst nicht mehr vom Aussterben bedroht sei. Dabei bleibt die Entnahme klar geregelt und weiterhin an strenge Auflagen gebunden: „Es geht nicht um einen Freibrief, sondern um ein praxisgerechtes Wildtiermanagement. Dort, wo Nutztiere und Menschen akut gefährdet sind, wird konsequent gehandelt," so die Agrar-Landesrätin abschließend.