Dickpics & Co.
Neuer "Nackt im Netz"-Workshop für Jugendliche
12.02.2026Jugendliche lernen u.a., dass wer absichtlich und unaufgefordert Genitalbilder (auch künstlich erstellte) versendet und damit eine Belästigung verursacht, gestraft werden kann.
OÖ. Mit dem neuen Workshop „Nackt im Netz“ stärkt das Land OÖ Jugendliche im verantwortungsvollen Umgang mit sexuellen Inhalten im Internet.
"Ziel ist es, Orientierung zu geben, Medienkompetenz zu fördern und junge Menschen vor digitalen Grenzüberschreitungen zu schützen.
Prävention heißt: informieren, sensibilisieren und befähigen – für mehr Sicherheit und Selbstbestimmung im digitalen Alltag", sagt Jugendlandesrat Martin Winkler (SPÖ).
In digitalen Medien spielt Sexualität eine immer größere Rolle – oft früher und ungefilterter, als Jugendliche
damit umgehen können. Im zweistündigen Präventionsworkshop lernen U-13-Jährige alles altersgerecht:
- Nackte Inhalte auf PC und Handy: Sexting, Nudes und Dick-Pics
- Gefahren im Internet: z.B. Sextortion (sexuelle Erpressung), Cyber-Grooming (Opfer in eine Falle locken)
- Unterschiede von Pornografie und Realität: Aufklärung diverser Mythen
- Rechtliche Rahmenbedingungen: Was ist wann erlaubt – was nicht
- Intimität, Privatsphäre und sexuelle Belästigung: Grenzen und Alarmsignale
In aktuellen Studien geben mehr als die Hälfte aller Minderjährigen (45% Mädchen und 59% Jungen) an, bereits Pornos gesehen zu haben. Am häufigsten erfolgt der erste Kontakt zwischen dem 12. und 14. Lebensjahr, oftmals aber auch schon früher. Rund ein Viertel der Jugendlichen wurde (auch) unfreiwillig mit pornografischen Inhalten konfrontiert. Sexuelle Belästigung im Netz haben bereits 36% der Mädchen und 24% der Jungen erlebt.