Nach Zugunglück

Opfer wurden beigesetzt

03.01.2007

Die Opfer des Zugunglücks in Lochau sind bestattet worden. Die polizeilichen Ermittlungen dauern unterdessen noch an. Ein ÖBB-Mitarbeiter wurde vom Dienst suspendiert.

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© R. Mohr
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Die drei Opfer des Zugunglücks in Vorarlberg vom vergangenen Freitag sind am Donnerstag beigesetzt worden. In Lochau am Bodensee und in Andelsbuch (Bregenzerwald) wurden die beiden Polizeibeamten, die in Ausübung ihres Berufs ums Leben kamen, mit allen polizeilichen Ehren verabschiedet. Für den bei dem Unfall getöteten Bestatter fanden die Begräbnisfeierlichkeiten in Lauterach (Bezirk Bregenz) statt.

Prokop wollte an Trauerfeier teilnehmen
Für die Vorarlberger Landesregierung nahm Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) an der Bestattung des 63-jährigen Kriminalisten teil, Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (V) war für die am Donnerstagnachmittag geplante Beisetzung der 32-jährigen Polizistin angesagt.

Ursprünglich hätte Innenministerin Liese Prokop an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen wollen, nach ihrem plötzlichen Tod vertrat sie nun ein hoher Beamter das Bundesministerium für Inneres. Für die Bundesregierung erwies Vize-Kanzler Hubert Gorbach (B) den beiden Exekutiv-Mitgliedern die letzte Ehre.

Tragischer Unfall
Die Verabschiedung des Landespolizeikommandos Vorarlberg übernahm Landespolizeikommandant Manfred Bliem. Der Vorarlberger Polizeiseelsorger zelebrierte die Messfeiern für beide Polizisten mit.

Die Beamten und der Bestatter hatten am Freitag bei den Gleisanlagen zwischen Lochau und Bregenz einen Unfall untersucht, bei dem in der Nacht ein 18-Jähriger ums Leben gekommen war. Alle drei wurden von einem vorbeifahrenden Eurocity-Zug erfasst und getötet. Die Trauerfeier für den 18-Jährigen aus Wolfurt (Bezirk Bregenz) fand ebenfalls am Donnerstag statt.

Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen zu dem Bahnunfall dauern noch an, derzeit wird von einem internen Kommunikationsfehler bei den ÖBB ausgegangen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass ein ÖBB-Mitarbeiter der Leitstelle Innsbruck am Tag des Unfalls außer Dienst gestellt wurde. Laut ÖBB handelt es sich dabei um einen "normalen Vorgang". Das Ergebnis der Untersuchungen zu dem Unglück wird für nächste Woche erwartet.

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