Salzburger Flachgau

Chef schiebt Crash auf Angestellten

10.05.2013


Den Crash verübte der Unternehmer betrunken. Doch dieser floh und zwang seinen Angestellten zur Falschaussage.

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Ein Hausmeister (34) ist am Donnerstag am späten Abend nach einem Verkehrsunfall auf der Westautobahn im Salzburger Flachgau für seinen betrunkenen Chef (38) in die Bresche gesprungen. Der Hausmeister gab sich als Unfalllenker aus, obwohl der Unternehmer den Unfall verursacht hatte. Der 38-Jährige, der in Richtung Deutschland gefahren war, ist mit seinem Porsche gegen eine Leitschiene geprallt. Er und sein Beifahrer (41) blieben unverletzt.



Hausmeister zum Unfallort bestellt
Der Unternehmer hatte nach dem Unfall seinen - ebenfalls alkoholisierten - Hausmeister in die Nähe der Unfallstelle beordert und sich dann mit dessen Wagen aus dem Staub gemacht. Der Hausmeister gab vor der Polizei an, dass er der Unfalllenker gewesen sei.

Eine Polizeipatrouille stoppte den Unternehmer wenig später am Walserberg. Der 38-Jährige habe mit dem Auto des Hausmeisters von einer Betriebsumkehr in Großgmain wegfahren wollen und sei deshalb der Patrouille aufgefallen, erklärte eine Polizeisprecherin. Der Unternehmer gestand nach längerer Befragung ein, dass er den Porsche gelenkt hatte. Ein Alko-Test ergab 1,44 Promille.



Fahrerflucht
Bei dem Unfall war der Porsche entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand gekommen. Die beiden Insassen hatten sich von der Unfallstelle entfernt. Polizisten entdeckten den Beifahrer, auch er war alkoholisiert, an einer Notrufsäule. Er erklärte den Beamten, dass der Hausmeister den Porsche gelenkt hätte. Schließlich tauchte der Hausmeister auf dem Pannenstreifen auf. Er schilderte den Polizisten, dass er nach dem Unfall zu einer Tankstelle gegangen sei, um Hilfe zu holen. Der Unternehmer wird wegen mehreren Verwaltungsübertretungen angezeigt, der Beifahrer und der Hausmeister wegen Falschaussage.
 

 

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