Neue Verschläge
Salzburg: Taubenfütter-Strafe wird verfünffacht
25.03.2026Salzburg bekommt ein neues Taubenmanagement.
Szbg. Der Salzburger Gemeinderat hat am Mittwoch mit großer Mehrheit ein neues Taubenmanagement für die Stadt beschlossen. Als Vorbild dient Augsburg in Bayern, das mit betreuten Taubenschlägen und artgerechter Fütterung auf Probleme mit den Vögeln reagiert. Geplant sind zunächst neun Taubenschläge im Umkreis von jeweils rund 200 Metern um bekannte Hotspots. Die ersten beiden Schläge sollen noch im Jahr 2026 errichtet werden.
Nun beginnt die Suche nach geeigneten Standorten - idealerweise sind das nicht ausgebaute Dachböden in öffentlichen Gebäuden. In den Schlägen sollen die Eier brütender Tauben zur Populationskontrolle durch Gipseier ausgetauscht werden. Wenn die Tiere auch nicht mehr auf Balkonen und städtischen Gebäuden nisten, soll das auch für geringere Reinigungskosten und Schäden sorgen. Denn die Beseitigung des Taubendrecks von Fassaden oder Plätzen verursacht hohe Kosten. Das neue Taubenmanagement soll zudem wissenschaftlich begleitet werden. Die Betreuung der Schläge wird der Salzburger Tiergnadenhof Gut Aiderbichl übernehmen.
Pro Taubenschlag - jeder soll bis zu 200 Tieren Platz bieten - werden die Errichtungskosten auf rund 18.000 Euro geschätzt. Dazu kommen Betriebskosten von voraussichtlich 19.800 bis 26.000 Euro pro Jahr. Da illegale Taubenfütterungen das neue Modell konterkarieren, soll der Strafrahmen bei Verstößen gegen das Fütterungsverbot von derzeit 218 Euro auf 1.000 Euro erhöht werden.