Hagel
Schwere Unwetter-Schäden in Kärnten
Zwei Unwetterfronten mit Starkregen, Sturm und Hagel sind am Mittwochnachmittag und -abend über Kärnten hinweggezogen. Insbesondere der Hagel hat massive Schäden angerichtet, Passanten wurden mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Betroffen war ganz Kärnten, vor allem aber der Raum Villach, sowie die Bezirke Klagenfurt-Land, Hermagor und Feldkirchen. 1.200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Ein mit 28 Fahrgästen besetzter Zug fuhr bei St. Stefan im Gailtal gegen einen auf die Gleise gestürzten Baum. Die Bahnstrecke musste gesperrt werden, verletzt wurde niemand. Auch am Ossiacher See wurde die Bahnverbindung wegen umgestürzter Bäume vorübergehend eingestellt. Am See selbst war die Wasserrettung im Einsatz. Drei Boote waren während des Sturms in Seenot geraten.
Laut Rotem Kreuz musste in Villach ein Pflegeheim teilweise evakuiert werden, weil das Gebäude vom Hagel stark beschädigt war. In der Mediathek der Arbeiterkammer in Villach gab es einen Wassereinbruch, Hunderte Bücher und Medien wurden durchnässt. In Klagenfurt fällte der Sturm ein Naturdenkmal: eine 400 Jahre alte Linde. Die Asylwerber im Zeltlager Kumpendorf wurden laut Polizei während des Gewitters in einen ausgeräumten Besprechungsraum der Polizeikaserne gebracht. Gehagelt hat es in Krumpendorf nicht.
Kärnten räumt auf
Am Donnerstag waren die Aufräumarbeiten in vollem Gange. In Villach wurden ein Krisenstab und eine Hotline für Betroffene von Schäden eingerichtet. Außerdem wurden die Parkgebühren für infolge des Hagels fahruntüchtige Autos ausgesetzt.
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