38.000 Euro Schaden

Serienbetrüger vermietete Fake-Wohnungen

28.01.2026

Rund 60 Vorfälle werden ihm vorgeworfen. 

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© Getty/Symbolbild
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Durch umfangreiche und akribische Ermittlungen ist es dem Landeskriminalamt Wien, Gruppe Glatz gelungen, einen 45-jährigen amtsbekannten Österreicher als mutmaßlichen Serienbetrüger auszuforschen und festzunehmen.

Der Mann wurde am 22.Jänner mit Unterstützung der WEGA in einem Hostel in Favoriten festgenommen. Im Zuge des Zugriffs versuchte der 45-Jährige, über ein Fenster über ein Baugerüst zu flüchten, konnte allerdings von Kriminalbeamten gefasst werden.
Der Mann steht im Verdacht, im Zeitraum von September 2024 bis Februar 2025 in zumindest 15 Fällen vorgegeben zu haben, Wohnungen zu vermieten.

Dabei soll er Anzahlungen, Kautionen sowie Monatsmieten im Voraus kassiert haben. Der dadurch entstandene Schaden beläuft sich auf rund 38.000 Euro.

Darüber hinaus besteht der dringende Verdacht, dass der Tatverdächtige in bislang 45 bekannten Fällen als angeblicher Mitarbeiter einer Installations- oder Malerfirma aufgetreten sei und dabei vorwiegend bei betagten Bewohnern die Notwendigkeit dringender Arbeiten vortäuschte, etwa aufgrund angeblicher Wasserschäden.

Dabei drängte er die Opfer ihn in die Wohnungen zu lassen, um einen vermeintlich größeren Schaden abzuwenden. Für diese angeblichen Arbeiten verlangte er jeweils sofortige Barzahlungen.

Wirkte seriös und freundlich

In mehreren Fällen soll der Beschuldigte zudem Wertgegenstände aus den Wohnungen gestohlen haben, wenn sich ihm die Gelegenheit bot. Teilweise überredete er seine Opfer, ihn zur Bank zu begleiten und Geldbeträge zu beheben. Dabei stand er unmittelbar neben den Geschädigten.

Zur Untermauerung seiner Glaubwürdigkeit stellte er teils sogar Bestätigungen aus und legitimierte sich fallweise mit seinem Reisepass. Sein Auftreten wurde von den Opfern als freundlich und seriös beschrieben. Der in diesem Zusammenhang entstandene Schaden beläuft sich auf rund 28.000 Euro.

In der Vernehmung zeigte sich der 45-Jährige, der von der Staatsanwaltschaft Wien bereits wegen weiterer Betrugshandlungen zur Festnahme aus-geschrieben war, geständig. Als Motiv nannte er seine Drogensucht sowie die Bestreitung seines Lebensunterhalts.