Bub (12) getötet

Skandal-Urteil um Alkoraser

25.07.2017

36-jähriger Alko-Raser hatte sich auf einer Familienfeier zwei Promille angetrunken.

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© APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR
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191 Tage ist es her, dass er das Leben einer ganzen Familie zerstörte. Von einer Familienfeier kommend, war der 36-jährige gebürtige Iraker Mitte Jänner dieses Jahres mit seinem schwarzen SUV auf dem Heimweg im oberösterreichischen Ansfelden von der Fahrbahn abgekommen und hatte ein entgegenkommendes Fahrzeug gerammt.

12-jähriger Sohn starb noch an der Unfallstelle

Ein 12-jähriger Bub im entgegenkommenden Auto hatte keine Chance. Er wurde bei dem Crash so stark verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Auch seine beiden Eltern (42 und 33 Jahre) wurden bei dem Unfall verletzt. Unfassbar: Der Todeslenker hatte nicht weniger als 2,0 Promille Alkohol im Blut. Mediziner sprechen hierbei schon von ­einem „schweren Rauschzustand“, in dem die Reaktionsfähigkeit massiv gestört ist.

Unglaublich: Der geständige gebürtige Iraker fasste bei der Urteilsverkündung im Linzer Landgericht jetzt gerade einmal eine 18-monatige Haftstrafe aus. Nur 6 Monate davon muss er tatsächlich hinter Gitter! Und: Das ist längst kein Einzelfall. Urteile der letzten Jahre zeigen: Selbst wenn Menschen sterben, müssen Alkolenker kaum länger als 12 Monate ins Gefängnis. (mud)

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