Gehalts-Check

So viel verdienen wir

23.12.2010

Frauen bekommen bis zu 66 % weniger. Die Beamten verdienen am meisten.

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© Reuters, Getty Images
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Frauen verdienen nach wie vor viel weniger als Männer (der Unterschied hat sich in den letzten beiden Jahren nicht verringert), Arbeiter nur ein Drittel von Beamten. Und: die Beamtengehälter explodieren. Das sind die Fakten des neuen Einkommensberichts für die Jahre 2008 und 2009, die der Rechnungshof präsentierte.

Frauen: 66 % weniger Lohn
Die Details: Frauen kommen nur auf 81 % der mittleren Männereinkommen – bei Vollbeschäftigung. Bei allen Beschäftigungsverhältnissen (inklusive Teilzeit) sind es überhaupt nur 60 %. Arbeiterinnen verdienen sogar um 66 % weniger als Männer, bei Beamten ist der Unterschied geringer (8 %).

Die detaillierte Statistik als PDF-Download.

In einzelnen Jobs gibt es gewaltige Unterschiede. So verdient zum Beispiel die Leiterin eines kleinen Unternehmens im Schnitt die Hälfte (!) eines Mannes im gleichen Job. Die Grünen fordern Strafen für Unternehmen, die Frauen schlechter bezahlen.

Beamten Gehaltsspitze
Fest steht: Die Beamten verdienen in Österreich am meisten. Sie liegen mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 47.848 Euro meilenweit vor den Vertragsbediensteten (28.103 Euro) und Angestellten (27.723 Euro).

Das untere Ende: Arbeiter (17.874 Euro) erhalten nur knapp ein Drittel des Beamtenlohns. Und während die Beamtengehälter seit 1998 in die Höhe schnellen (plus 26 Prozent), verdienen Arbeiter 9 Prozent weniger.

Arzt top, Taxifahrer flop
Die bestbezahlten Jobs sind Arzt (68.804) vor Verkaufs- und Produktionsleiter (67.104 bzw. 55.426). Relativ weit vorne auch die Gymnasiallehrer (50.170 Euro). Am wenigsten verdienen Reinigungskräfte, Kassierer, Kellner und Taxifahrer.

NÖ hat höchste Löhne
Bezogen auf die Bundesländer gibt es ein Ost-West-Gefälle. Die Niederösterreicher verdienen am meisten vor den Burgenländern. Am wenigsten Lohn gibt es – das ist neu – in Tirol.

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